Letztes Update am Do, 10.01.2019 14:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EZB sorgt sich zunehmend um die Konjunktur



Frankfurt (APA/Reuters) - In der Europäischen Zentralbank (EZB) wachsen die Sorgen um die Konjunktur. Auf ihrer Zinssitzung im Dezember wiesen viele Währungshüter auf zunehmende Gefahren für die weitere Wirtschaftsentwicklung im Euroraum hin, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll des Treffens hervorgeht. Die Lage wurde darin insgesamt als „fragil und im Fluss“ beschrieben.

Als Unsicherheitsfaktoren nannten die Euro-Wächter unter anderem den bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens (Brexit) und die jüngsten Finanzmarkt-Turbulenzen in Schwellenländern wie der Türkei und Argentinien. Manche Teilnehmer vertraten sogar die Ansicht, dass die Gefahren für die Konjunktur inzwischen überwiegen.

Die Wirtschaft im Euroraum war im dritten Quartal so schwach gewachsen wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr. Die hauseigenen EZB-Volkswirte korrigierten ihre Wachstumsprognosen für die Eurozone erneut nach unten. Laut den Währungshütern sind daher immer noch erhebliche Hilfen der Notenbank nötig.

Der EZB-Rat hatte auf der Zinssitzung dennoch beschlossen, die billionenschweren Anleihenkäufe Ende 2018 einzustellen. Die Käufe, die ein Volumen von mehr als 2,6 Billionen Euro erreichten, waren zuletzt die wichtigste Waffe der Zentralbank im Kampf gegen eine schwache Konjunktur und einen aus ihrer Sicht zu geringen Preisauftrieb. Seit Jänner werden nur noch fällig werdende Titel wieder ersetzt. Alle Teilnehmer stimmten laut Protokoll mit diesen geldpolitischen Schritten überein.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA385 2019-01-10/14:19




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