Letztes Update am Do, 10.01.2019 16:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russischer Geheimdienst will längere U-Haft für ukrainische Matrosen



Moskau/Kiew (APA/dpa) - Der russische Inlandsgeheimdienst FSB will die Untersuchungshaft für die festgesetzten ukrainischen Matrosen verlängern. Ein Moskauer Gericht werde über den Antrag am kommenden Dienstag (15. Jänner) entscheiden, sagte ein Anwalt der Seeleute am Donnerstag der Agentur Tass.

Die Matrosen befinden sich seit mehreren Wochen in einem Untersuchungsgefängnis in Moskau. Bei einem Prozess in Russland drohen den Matrosen bis zu sechs Jahre Haft.

Ende November 2018 waren drei ukrainische Marineschiffe beim Versuch, aus dem Schwarzen Meer ins Asowsche Meer zu gelangen, von der russischen Küstenwache aufgebracht worden. 24 Besatzungsmitglieder wurden nach russischen Angaben wegen Grenzverletzung festgenommen. Die Gewässer zwischen den beiden Nachbarländern sind umstritten, seit die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim 2014 von Russland annektiert wurde.

Der Vorfall nahe der Straße von Kertsch hatte international Besorgnis ausgelöst. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatschef Emmanuel Macron hatten die sofortige Freilassung der Männer gefordert.

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