Letztes Update am Do, 10.01.2019 17:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Börse



Wien (APA) - Die Wiener Börse hat den Handel am Donnerstag schwächer beendet und damit ihre jüngste Gewinnserie vorerst gestoppt. Der ATX fiel 8,53 Punkte oder 0,29 Prozent auf 2.922,10 Einheiten. Zuvor hatte der ATX sechs Gewinntage in Folge verbucht.

Europas Leitbörsen konnten dagegen nach einem verhaltenen Start mehrheitlich in die Gewinnzone drehen. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,24 Prozent, DAX/Frankfurt +0,16 Prozent, FTSE/London +0,52 Prozent und CAC-40/Paris -0,31 Prozent.

Die deutliche Erholung seit dem Jahresanfang wurde damit aber etwas gebremst. Unter den Anlegern machen sich zunehmend wieder Sorgen um die Konjunktur breit, hieß es aus dem Handel.

Auch der seit Jahresanfang herrschende Optimismus bezüglich des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits ist wieder verpufft. Nach drei Verhandlungstagen in Folge zwischen China und den USA zeigte sich anhand der Stellungnahmen von beiden Seiten, dass es zwischen den beiden Staaten doch noch größere Differenzen zu überwinden gilt als zuvor gehofft.

Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit rund um den Brexit. Am kommenden Dienstag steht die Abstimmung über das Abkommen mit der EU im britischen Unterhaus auf der Agenda, eine Mehrheit für den Vertrag gibt es aber offenbar weiterhin nicht.

Am Wiener Markt verloren AG-Aktien 0,93 Prozent auf 32,00 Euro. Die Alu-Schmiede legte knapp vor Börsenschluss vorläufige Geschäftszahlen für das abgelaufenen Jahr 2018 vor. Niedrigere Aluminiumpreise haben den operativen Gewinn des Unternehmens sinken lassen. Das vorläufige und ungeprüfte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2018 bei rund 141 Mio. Euro (2017: 164,5 Mio. Euro) und damit unterhalb der im Herbst veröffentlichten Prognose. Damals wurde ein EBITDA am unteren Ende von 150 bis 170 Mio. Euro anvisiert.

Agrana fielen um moderate 0,12 Prozent auf 16,34 Euro. Wegen des schwierigen Zuckermarktes ist der Gewinn des Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 um 71 Prozent von 127,6 auf nunmehr 37 Mio. Euro eingebrochen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sind die Zuckerverkaufspreise nach Ende der EU-Zuckerquote stark gesunken, hieß es von Unternehmensseite. Aber auch niedrigere Zuckerverkaufsmengen führten zu dieser negativen Entwicklung.

An die Spitze im prime market zogen dagegen erneut Rosenbauer-Aktien mit plus 4,68 Prozent auf 42,50 Euro. Zur Wochenmitte waren die Titel bereits mit Kursgewinnen von 8,6 Prozent an der Indexspitze aus dem Handel gegangen. Gesucht waren außerdem die Aktien der beiden Versorger Verbund (plus 2,49 Prozent auf 41,14 Euro) und EVN (plus 1,73 Prozent auf 14,10 Euro).

~ ISIN AT0000999982 ~ APA557 2019-01-10/17:50




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