Letztes Update am Do, 10.01.2019 18:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Abgasklagen: Fiat Chrysler zahlt mehr als 500 Mio. Dollar



Sacramento (Kalifornien)/Amsterdam (APA/dpa) - Fiat Chrysler hat sich im Rechtsstreit mit US-Klägern um angebliche Abgas-Manipulationen auf einen Vergleich geeinigt. Um Klagen des US-Justizministeriums und des Bundesstaats Kalifornien beizulegen, zahlt der italienisch-amerikanische Autobauer mehr als 500 Mio. Dollar (436 Mio. Euro). Das teilte die kalifornische Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

US-Behörden werfen dem Konzern vor, Abgas-Grenzwerte bei rund 104.000 Dieselfahrzeugen der Modelle Jeep Cherokee und Ram 1500 mit einer speziellen Software umgangen zu haben. Das Unternehmen hat ein absichtliches Fehlverhalten bisher stets zurückgewiesen und soll im Rahmen des Kompromisses kein Schuldgeständnis abgeben.

Zudem könnte Fiat Chrysler laut Gerichtsunterlagen weitere rund 300 Mio. Dollar für Entschädigungen von US-Autobesitzern sowie Rückrufe und Reparaturen von Dieselwagen zahlen. Den Dokumenten zufolge umfasst der Vergleich auch den mitangeklagten deutschen Zulieferer Bosch, der bis zu 27,5 Mio. Dollar zahlen könnte.

Finanziell hatte sich Fiat Chrysler bereits auf hohe Zahlungen zur Beilegung des Abgasstreits in den USA eingestellt - die Rückstellungen belaufen auf etwas mehr als 800 Mio. Dollar. Im Vergleich zu den Summen, die Volkswagen im „Dieselgate“-Skandal berappen musste, kommt das Unternehmen damit jedoch glimpflich davon. VW hat schon mehr als 25 Mrd. Dollar an Rechtskosten für Vergleiche mit US-Klägern verbucht. Allerdings war VW gezielte Täuschung und Behinderung der Ermittlungen vorgeworfen worden, zudem waren wesentlich mehr Fahrzeuge betroffen.

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