Letztes Update am Do, 10.01.2019 20:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Snowboarder verirrte sich im Salzburger Pongau



Bad Hofgastein (APA) - In Bad Hofgastein (Pongau) hat sich am Donnerstagnachmittag ein 41-jähriger Snowboarder aus Polen im brusthohen Schnee verirrt. Wie die Bergrettung berichtete, hatte der Mann zuvor die Skipiste im Bereich der Schlossalmbahn verlassen, um im angrenzenden Wald im Tiefschnee zu fahren. Dabei war der Mann in immer unwegsameres und steileres Gelände geraten.

„Als er sich in einem Graben nicht mehr weiter traute, hat er den Notruf gewählt“, sagte Norbert Trigler, Ortsstellenleiter der Bergrettung Bad Hofgastein, am Abend zur APA. „Wegen der hohen Lawinengefahr haben wir ihm geraten, an Ort und Stelle zu bleiben.“ Im Gelände seien überall 40 bis 50 Meter hohe und eisige Felsabbrüche gewesen, die alle eineinhalb bis zwei Meter hoch mit Schnee bedeckt waren. „Die Gefahr war hoch, dass er eine Lawine auslöst.“

20 Mann der Bergrettung rückten zur Bergung des Mannes aus. Da der 41-Jährige seine GPS-Koordinaten durchgeben konnte, war sein Standort bekannt. „Wir haben uns aber relativ lange eine Strategie überlegen müssen, wie wir zu ihm kommen, ohne ihn und uns in Gefahr zu bringen“, sagte Trigler. Letztlich mussten die Helfer über einen gegenüberliegenden Hang zum Polen vordringen. „Wir sind dabei teilweise selbst bis zur Brust im Schnee eingesunken.“

Nach dem die Bergretter den Snowboarder erreichten haben, wurde er mit Schneeschuhen ausgestattet. Dann machte sich der Trupp zu Fuß auf den Rückweg. Wegen des steilen Geländes mussten immer wieder Seilversicherung gesetzt werden. „Das war auch aufgrund der Schneehöhe eine große Herausforderung.“ Die Helfer war bis 19.00 Uhr fast vier Stunden mit der Bergung des Polen beschäftigt. Der Mann und die Einsatzkräfte blieben unverletzt.




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