Letztes Update am Fr, 11.01.2019 08:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Lawinengefahr sinkt auch in bayerischen Alpen



München/Appenzell (APA/dpa/sda) - Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen der bayerischen Alpen gesunken. Für Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein (Stufe 4 von 5). Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr (Stufe 3). In der Schweiz wollte die Polizei unterdessen nach einem Lawinenabgang auf ein Hotel die Suche nach möglichen Verschütteten wieder aufnehmen.

Nach der Lawine, die auf der Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden am Donnerstag Teile eines Hotels sowie mehrere Autos verschüttet hatte, brachte die Polizei in der Nacht auf Freitag 75 Menschen ins Tal. Die Restaurant- und Hotelgäste, die die Schwägalp verlassen wollten, seien in der Nacht mit Bussen weggefahren worden, teilte die Kantonspolizei mit. Zudem sei ein Ferienhaus in dem Gebiet vorsichtshalber evakuiert worden.

30 Hotelgäste und elf Angestellte befanden sich laut Polizeiangaben weiterhin auf der Alp in Sicherheit. Die Straße zum Ferienort blieb gesperrt. Die Schwägalp in der Ostschweiz befindet sich bei Urnäsch auf knapp 1.300 Metern über Meer am Nordwesthang des Säntis.

Aufgrund der starken Schneefälle und der Lawinengefahr hatten die Bergungsmannschaften die Absuche des Lawinenkegels am Donnerstagabend eingestellt. Bisher lagen der Polizei keine Meldungen über vermisste Personen vor. Die Hotelgäste und das Personal seien vollzählig. Überdies sei der Polizei nicht bekannt, dass sich weitere Personen in der Region aufgehalten hätten.

Die Suche sollte Freitagfrüh dennoch fortgesetzt werden, sofern es die Lawinensituation und die Wetterbedingungen erlauben würden. Die rund 300 Meter breite Lawine hatte mehrere Autos verschüttet. Die Schneemassen waren auch ins Hotel Säntis eingedrungen. Drei Personen wurden verletzt. Sie kamen ins Spital und wurden sowohl medizinisch als auch psychologisch betreut.




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