Letztes Update am Fr, 11.01.2019 10:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - In OÖ tat sich ein Fenster für die Einsatzkräfte auf



Rosenau/Kirchdorf an der Krems/Ebensee (APA) - In Oberösterreich haben die Schneefälle am Freitag nachgelassen und damit tat sich ein Fenster auf, um Schnee von Dächern und Straßen zu bringen und Lawinen abzusprengen. Diesen günstigen Zeitpunkt wollten die zuständigen Stellen so gut wie möglich nutzen. Allein im Pyhrngebiet waren am Freitag rund 200 Soldaten und ein Bundesheer-Hubschrauber im Einsatz.

In Rosenau am Hengstpass, Spital am Pyhrn und Ebensee schaufelten weiter rund 200 Soldaten Dächer ab. Unterstützt werden sie von Alpinpersonal und technischem Gerät, das das Netzwerk für Katastropheneinsatz kostenlos zur Verfügung stellte. Die Soldaten dürften noch über das Wochenende bleiben und waren vorerst in der Volksschule in Rosenau - der Unterricht hier fällt schneebedingt ohnehin aus - einquartiert.

Dass die Arbeit gefährlich ist, hat der Einsturz einer Firmenhalle am Donnerstag - kurz nachdem die Soldaten das Dach verlassen hatten - gezeigt. Sicherheit habe oberste Priorität, erklärte Oberstleutnant Gerhard Oberreiter, Sprecher des Militärkommandos Oberösterreich. Die Soldaten auf den Steildächern seien alle alpinistisch gesichert. Auf Flachdächern gebe es eine zwei Meter breite Randzone, die man nur angeseilt betreten dürfe, erklärte er die Vorgehensweise.

Neben den Soldaten war im Bereich Pyhrnpass auch ein Bundesheerhubschrauber im Einsatz, damit sich Experten ein Bild von der Lawinensituation machen und Lawinen absprengen konnten. Man versuche den Tag zu nützen, erklärte Oberreiter. Bisher hatte das Wetter Flüge nicht erlaubt. Man will versuchen, möglichst viel Schnee abzutransportieren oder anzusprengen. Denn wenn es in der kommenden Woche wärmer werde, werde der Schnee schwerer und die Lage könnte sich wieder verschärfen.

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