Letztes Update am Fr, 11.01.2019 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Innsbruck nimmt vorerst von Lawinensprengungen Abstand



Innsbruck/Österreich-weit (APA) - Die Stadt Innsbruck wird vorerst keine Lawinensprengungen auf der Nordkette durchführen. Am Freitagvormittag seien bereits zwei Probesprengungen vorgenommen worden, wobei jeweils mehr Schnee mitging als erwartet, weshalb zunächst keine weiteren Sprengungen durchgeführt werden sollen, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für Allgemeine Sicherheit, im Gespräch mit der APA.

Erste Erkundungsflüge auf die Nordkette konnten ebenfalls bereits durchgeführt werden. „Dabei stellte sich die Lage ungefähr so dar, wie wir das erwartet hatten. Wir haben je nach Windverfrachtung vier bis sechseinhalb Meter Schnee. Auch sind, ebenfalls wie angenommen, noch keine großen Lawinen abgegangen“, erklärte Rizzoli.

Die Experten hoffen nun, dass sich mit der Wetterbesserung am Freitag und der Sonneneinstrahlung die Schneemassen etwas setzen. „Wir hoffen, dass wir dann morgen (Samstag, Anm.) Lawinensprengungen durchführen können“, so der Amtsvorstand. Da bis dahin keine weiteren Schneefälle für Innsbruck prognostiziert seien, stelle das Zuwarten kein Problem dar, fügte er hinzu.

Die Sicherheitsanweisungen für die rund 280 Bewohner der rund 80 Gebäude in der Roten bzw. Gelben Lawinengefahrenzone in den Stadtteilen Mühlau, Hötting und Hungerburg bleibe daher vorerst aufrecht. Die Bewohner sollen die Türen und Fenster geschlossen halten und unnötige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden. Staublawinen, die von selbst abgehen könnten, würden zwar den Siedlungsbereich nicht unmittelbar bedrohen, betonte Rizzoli, deren Ausläufer, das heißt eine schwache Druckwelle oder eine Schneewolke, könnten aber sehr wohl bis in bewohnte Gebiete vordringen.

Alle Schutzbauwerke auf der Nordkette seien in Takt und die großen Bauwerke in Talnähe hätten noch genügend Aufnahmekapazität, versicherte Rizzoli. Die Anbruchsverbauungen in größerer Höhe seien teilweise zwar bereits bis obenhin voll, dies würde aber kein Problem darstellen, da die größte Menge an Schnee trotzdem zurückgehalten werde, so der Amtsvorstand.




Kommentieren