Letztes Update am Fr, 11.01.2019 14:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - In Galtür liegt „jahreszeitübliche Schneemenge“



Galtür/Österreich-weit (APA) - In Galtür im Tiroler Paznauntal, Schauplatz des verheerenden Lawinenunglücks von 1999, ist man trotz der derzeit weite Teile Österreichs heimsuchenden, massiven Schneefälle weit von einer Alarmstimmung entfernt. „Bei uns liegt die jahreszeitübliche Schneemenge. Das gilt nicht nur für den Ort selber, sondern auch für höhere Lagen“, sagte Bürgermeister Anton Mattle im Gespräch mit der APA.

Dieses Ergebnis habe erst zuletzt eine Befliegung mit einem Hubschrauber zutage gefördert. Insgesamt liege in Galtür derzeit „nicht viel Schnee“, betonte Mattle, auch ÖVP-Landtagsvizepräsident, und erinnerte daran, dass sich die großen Neuschneemengen bis dato auf andere Regionen Tirols beschränkt hatten.

Von Sonntag bis Dienstag wurde nach derzeitigem Stand für Galtür rund 50 Zentimeter bis einen Meter Neuschnee prognostiziert. Gesichert sei dies allerdings nicht, so der Bürgermeister: „Es liegen unterschiedliche Wettermodelle vor“. Doch selbst wenn diese Schneemenge zutreffen würde, sah Mattle keinen Grund für Alarmismus. Man sei „gut vorbereitet“, im Bedarfsfall könne es wieder zu einer Sperre der Paznauntalstraße (B188) kommen.

Mattle zeigte sich ein wenig verärgert über diverse Medienberichte, die ein falsches Bild der Lage zeichnen würden und nicht mit der Realität in seinem Ort übereinstimmen: „Die Situation ist eine komplett andere als jene im Jahr 1999, überhaupt nicht zu vergleichen. Das ist weit hergeholt“. Es tue „schon weh“, wenn immer wieder das Unglück von 1999 mit 31 Toten herangezogen werde, wenn es in anderen Regionen gerade zu einer bedrohlichen Lawinensituation komme. Nicht zuletzt die Betriebe in der Gemeinde hätten darunter zu leiden. „Es ist erschreckend. Wir bekommen sogar Anrufe von besorgten Touristen, die fragen, ob man im Februar überhaupt noch nach Galtür kommen kann“, ärgerte sich Mattle.




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