Letztes Update am Fr, 11.01.2019 14:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regierungsklausur - Freude über niedrigere Steuer auf E-Publikationen



Wien (APA) - Buchbranche und Printverleger begrüßen die Mehrwertsteuer-Pläne der Regierung für E-Publikationen. Markus Mair, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) sprach am Freitag von einem „dringend notwendigen Beschluss“, der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels sah einen „großen Erfolg für das Buch“, auch der Zeitschriftenverband zeigte sich erfreut.

Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihrer Klausur angekündigt, den Mehrwertsteuersatz für E-Books sowie E-Paper-Ausgaben von Zeitungen von 20 auf 10 Prozent zu senken. Diese Produkte werden somit steuerlich mit den Print-Pendants gleichgestellt, für die schon bisher der ermäßigte Steuersatz gegolten hatte. Den Weg freigemacht dafür hatten im Vorjahr die EU-Finanzminister.

„Die Bundesregierung hat mit diesem dringend notwendigen Beschluss einen wichtigen und nachhaltigen Impuls zur Weiterentwicklung der digitalen Presselandschaft in Österreich gesetzt“, reagierte Mair in einer ersten Stellungnahme auf das Regierungsvorhaben. „Medienunternehmen verlegerischer Herkunft erhalten durch den zukünftig verminderten Mehrwertsteuersatz endlich die Möglichkeit, ihre Kombiangebote von Print und Online ökonomisch sinnvoller zu forcieren und auch die digitale Transformation besser zu meistern.“ Die Präsidentin des Österreichischen Zeitschriften- und Fachmedienverbandes (ÖZV), Claudia Gradwohl, ortete ebenfalls ein „überaus positives Zukunftssignal für die gesamte Medienbranche“.

Der Hauptverband des Buchhandels sieht eine langjährige Forderung erfüllt. Präsident Benedikt Föger erwartete sich in einer Aussendung „einen wichtigen Impuls für die Buchbranche“: E-Publikationen würden für die Konsumenten billiger, die Buch- und Medienwirtschaft werde von der Vereinfachung profitieren.

~ WEB http://www.voez.at ~ APA392 2019-01-11/14:44




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