Letztes Update am Fr, 11.01.2019 15:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Forstbetriebe: Schäden erst im Frühjahr abschätzbar



Wien (APA) - Die hohen Schneemengen entlang der Alpennordseite machen auch den Forstbesitzern zu schaffen. „Seriöse Zahlen zum Schaden wird es erst im März oder April nach der Schneeschmelze geben“, sagte der Generalsekretär des Branchenverbands Land&Forst Betriebe Österreich, Bernhard Budil, zur APA. „Die alpine Forstwirtschaft hat jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit größeren Schneemengen“, so Budil.

Bei lockerem, trockenem Schnee können intakte Bäume Schneemassen gut standhalten. Zu Schneebruch kommt es vor allem durch sehr feuchten Schnee auf Bäumen, wenn es auf den Schnee regnet. Durch Nassschnee können Äste und Wipfelstücke abbrechen oder ganze Bäume umstürzen. Durch Lawinen oder Schneebretter können auch Jungbäume geschädigt werden.

Die klimabedingt immer extremeren und häufiger wechselnden Wetterverhältnisse würden aber zu großen Herausforderungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung führen, sagte der Branchenvertreter. Das durch Schneedruck und Schneebruch anfallende Holz wird laut dem Branchenverband erst im späten Frühling oder Frühsommer auf den Markt kommen. Die Mitgliedsbetriebe der Land&Forst Betriebe Österreich bewirtschaften nach eigenen Angaben zusammen ein Drittel der österreichischen Wälder.

Die Forstbetriebe appellieren an Skitourengeher - wenn Lawinengefahr wieder sinkt - nur ausgewiesene Skirouten zu benutzen, um den Jungwald nicht zu schädigen und Wildtiere nicht unnötig aufzuschrecken. Durch Skiabfahrten durch den Jungwald würde „realer Schaden“ entstehen.

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Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) hatten erst gestern im Hinblick auf die Schadensabschätzung durch die großen Schneemassen auch auf April verwiesen. Die ÖBf verwalten für die Republik rund 850.000 Hektar Fläche, das sind rund 10 Prozent der Staatsfläche.




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