Letztes Update am Sa, 12.01.2019 08:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Neuschnee und starker Wind in der Steiermark erwartet



Liezen/Hohentauern (APA) - In den Nordalpen und den Niederen Tauern hatte sich am Freitag die Wettersituation leicht entspannt, daher herrschte am Samstag nach wie vor Lawinenwarnstufe vier statt fünf. Es wurde allerdings Neuschnee und starker Wind und somit wieder eine Verschärfung der Situation erwartet. Wie der Lawinenwarndienst mitteilte, waren die Hauptprobleme instabiler Triebschnee und spontane Schneebrettlawinen.

Am Freitag gab es erstmals seit längerem kaum Neuschneezuwachs, stürmischer Wind hat aber den ganz Tag und besonders in der Nacht auf Samstag zu frischen Triebschneeansammlungen geführt. Innerhalb der Triebschneeauflage befanden sich Schwachschichten, dieser Teil der Schneedecke war daher instabil. Unterhalb von 2000 Meter nahm das Schneegleiten auf Wiesenhängen und in Laubwäldern stark zu, es wurde empfohlen, auch die Auslaufbereiche der Gleitschneelawinen großräumig zu meiden.

Außerdem bestand die Befürchtung, dass sich aus steilem Felsgelände Schneebrettlawinen oder Lockerschneelawinen lösen könnten und Verkehrswege gefährden. Im Tourenbereich galten besonders Geländeübergänge und Hohlformen als gefährlich, weil dort eine Auslösung von Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastung möglich war. Südlich des Alpenhauptkammes gab es außerdem ein Altschneeproblem oberhalb der Baumgrenze. Kritische Bereiche für die Auslösung von Schneebrettlawinen waren besonders die Übergänge von Bereichen mit viel Schnee zu Bereichen mir wenig Schnee.

Am Freitag konnte der Präbichl beflogen und eine Schneedichte festgestellt werden. Es wurde daher mit der Räumung der Straße begonnen, damit Eisenerz wieder von Vordernberg aus erreichbar ist, hieß es seitens des Katastrophenschutzreferenten Michael Schickhofer (SPÖ). Die Straße zur Planneralm wurde noch nicht freigegeben.




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