Letztes Update am Sa, 12.01.2019 14:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Versorgung der steirischen Radmer über Sperrstraße



Liezen (APA) - Da auf dem Luftweg eine Versorgung der obersteirischen Radmer mit Treibstoffen für die Einsatzfahrzeuge nicht möglich gewesen ist, wurde am Samstag entschieden, „unter strenger Aufsicht der Lawinenkommission drei Kommunalfahrzeuge der Gemeinde auf dem Landweg mehrere Versorgungsfahrten durchführen zu lassen“, teilte Katastrophenreferent Michael Schickhofer (SPÖ) mit.

Die Straße aus der Radmer war gesperrt worden, weil die Gefahr bestand, dass Bäume unter der Schneelast auf die Fahrbahn stürzten könnten und zusätzlich die Lawinengefahr zu groß war. Es wurde aber befürchtet, dass durch die erwarteten neuen Schneefälle auch die Möglichkeit einer kurzzeitigen Befahrung bald nicht mehr gegeben sein könnte. Ohne Treibstoff könnte sich aber die Situation in den abgeschnittenen Gebieten weiter verschärfen.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) forderte im Rahmen eines Treffens mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) 20 Millionen Euro vom Bund für Lawinenschutzmaßnahmen. „Wir Steirer sind bereit unseren Beitrag zu leisten, aber wir brauchen mindestens 20 Millionen vom Bund, damit die Familien in den gefährdeten Bereichen wieder ruhig schlafen können“, so Schützenhöfer. Er wies aber auch darauf hin, dass einem Urlaub in der Steiermark derzeit nichts im Wege stünde. „Die Steiermark ist kein Sperrgebiet“, sondern es sei „schlicht Winter“.

Im Dauereinsatz war auch die Energie Steiermark, um die beschädigten Stromleitungen zu reparieren. Die zerstörte 110kV-Hochspannungsleitung im Bereich Hall/Admont konnte bereits repariert werden, auch im Raum Gaishorn, Au-Treglwang und Dietmannsdorf wo rund 1.000 Kunden ohne Strom waren, wurde an der Behebung der Schäden gearbeitet.




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