Letztes Update am So, 13.01.2019 09:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lawinenabgang in Lech 2: Gruppe fuhr vermutlich in gesperrte Route



Lech (APA) - Die drei bei dem Lawinenabgang in Lech in Vorarlberg getöteten Skifahrer dürften in die gesperrte Skiroute „Langer Zug“ eingefahren sein. Bei den Opfern handelt es sich laut Polizei um drei Männer aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren. Der vierte, noch vermisste Wintersportler ist 28 Jahre alt und stammt ebenfalls aus Süddeutschland.

Laut Polizei hatten die Wintersportler die gesamte Notfallausrüstung dabei. Trotz ausgelösten Airbags wurden sie aber verschüttet. Alle drei erlitten Mehrfachverletzungen und wiesen Erstickungsmerkmale auf, berichtete die Exekutive.

Die vier Tagesgäste hatten einen gemeinsamen Skitag in Lech unternommen. Weil sie am Abend noch nicht heimgekehrt waren, erstattete die Ehefrau eines der Männer kurz vor 20.00 Uhr Anzeige bei der Polizei. Mittels Handyortung wurde die Gruppe im Bereich „Langer Zug“, nördlich der Rüfikopf-Seilbahn, lokalisiert.

Daraufhin stiegen die Rettungsmannschaft in Richtung Tälialpe auf. Sie konnten drei der vier Vermissten schließlich gegen 23.00 Uhr nur noch tot bergen. Die Suche nach dem vierten Skifahrer musste wegen des starken Schneefalls und der großen Lawinengefahr vorerst eingestellt werden. Im Einsatz standen die Bergrettung Lech, die Feuerwehr Lech, Mitarbeiter der Skilifte und Alpinpolizisten.

Am Samstag herrschte in Lech oberhalb von 2.000 Metern Seehöhe „Lawinenwarnstufe 3“ mit steigender Tendenz. Der Rettungseinsatz soll, sobald es die Lawinensituation zulässt, fortgesetzt werden. Die starken Schneefälle dauerten in Lech am Sonntag vorerst unvermindert an.




Kommentieren