Letztes Update am So, 13.01.2019 10:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lawinenabgang in Lech: Große Betroffenheit im Ort



Lech (APA) - Große Betroffenheit hat am Sonntag nach einem Lawinenabgang in Lech in Vorarlberg geherrscht, bei dem drei Skifahrerer aus Deutschland getötet wurden. Wie Bürgermeister Ludwig Muxel der APA sagte, sei der Schock nach der Tragödie groß. Derzeit könne wegen der starken Schneefälle die Suche nach dem vierten Skifahrer nicht fortgesetzt werden.

„Das ist für die Einsatzkräfte aktuell einfach viel zu gefährlich“, erklärte der Ortschef. Auch für die kommenden Stunden sei nicht mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Laut den Prognosen des Vorarlberger Lawinenwarndienstes sorgten Neuschnee, Regen und Wind am Sonntag abermals für einen deutlichen Anstieg der Lawinengefahr im Tagesverlauf. Zudem werde mit dem aufkommenden Sturm umfangreich Schnee verfrachtet und Triebschnee gebildet, hieß es.

Bei den drei Toten soll es sich laut Muxel nach derzeitigem Stand um Variantenfahrer gehandelt haben, die abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum unterwegs waren. Der Bürgermeister richtete daher den Appell an alle Wintersportler, auf den gesicherten Pisten zu bleiben: „Derzeit ist die Lawinengefahr abseits einfach zu groß.“

Damit die Suche nach dem vierten Vermissten fortgesetzt werden könne, müssten sich die Verhältnisse „deutlich“ bessern. Der Sucheinsatz am Abend tags zuvor, bei dem die drei Skifahrer tot geborgen wurde, sei für die Einsatzkräfte sehr gefährlich und sehr belastend gewesen. Die drei Männer konnten gegen 23.00 Uhr nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach dem vierten musste dann wegen der großen Lawinengefahr abgebrochen werden.




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