Letztes Update am Mo, 14.01.2019 08:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Weiterhin große Lawinengefahr in der Steiermark



Liezen/Österreich-weit (APA) - Nach der leichten Entspannung am Wochenende hat Montagfrüh der neuerliche Schneefall in der Obersteiermark die Lawinengefahr nicht besser gemacht: In den Nordalpen herrschte weiterhin Warnstufe vier - „große Gefahr“. In den südlichen Gebirgsgruppen galt über der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr. Aus steilem Gelände konnten sich spontan große Schneebrettlawinen lösen.

Im Tourenbereich waren besonders Geländeübergänge und Hohlformen über der Waldgrenze kritisch. Dort konnten schon durch geringe Zusatzbelastung mittlere Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Stürmischer Nordwestwind und Neuschnee führten weiterhin in großen Teilen der Steiermark zu frischen, instabilen Triebschneeansammlungen. Seit Sonntagnachmittag hatte es im Toten Gebirge und im Hochschwabgebiet bis zu 50 Zentimeter Neuschnee gegeben, in den übrigen Regionen bis zu 30 Zentimeter.

Sonntagabend waren immer noch 1.085 Menschen in der Steiermark eingeschneit und nicht über Straßenwege erreichbar. Die Zufahrtstraße zu den Siedlungsgebieten Gamsforst und Krautgraben in der Gemeinde Landl (Bezirk Liezen) musste wegen Schneebruch gesperrt werden. Für Montag wurden rund 200 Einsatzkräfte von den Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaften (KHD) der Feuerwehren aus Hartberg, Weiz, Fürstenfeld und Feldbach - je 50 Leute - in die Gemeinde Mariazell verlegt. Dort sollen die am Sonntag begonnenen Arbeiten im Ort Mariazell und in den Ortsteilen Gußwerk, Halltal und Gollrad fortgeführt werden. Seit 5. Jänner standen bisher steiermarkweit in Summe rund 3.700 Feuerwehrleute im schneebedingten Hilfseinsatz.




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