Letztes Update am Mo, 14.01.2019 09:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen starten einheitlich schwächer



Frankfurt am Main (APA) - Schwache Außenhandelsdaten aus China und die Unsicherheit vor der am Dienstag anstehenden Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament haben die Leitbörsen Europas zum Wochenstart nach unten gedrückt. Der Euro-Stoxx-50 stand am Montag gegen 9.20 Uhr mit minus 0,55 Prozent oder 16,74 Punkte bei 3.053,30 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt verlor 0,57 Prozent oder 62,09 Zähler auf 10.825,37 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,40 Prozent oder 27,56 Einheiten auf 6.890,62 Punkte.

„Die Verunsicherung über den Brexit wird noch eine ganze Woche andauern“, sagte Chefstratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Denn im Fall einer Ablehnung des Abkommens mit der EU müsse die Regierung May binnen drei Tagen einen Plan B vorlegen und stehe mithin „enorm unter Zeitdruck“.

Neben dem Brexit bleiben auch der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die teilweise geschlossenen US-Behörden (Government Shutdown) ein Thema unter den Anlegern. Außerdem sollte es zum Start der dritten Handelswoche im Jahr wieder lebhafter an den Märkten zugehen, denn viele Marktteilnehmer sind nun aus dem Urlaub zurück.

In den USA startet zudem überdies die Berichtssaison und die Börsenumsätze dürften entsprechend wieder steigen. Unter anderem wird am Nachmittag die US-Großbank Citigroup ihre Zahlen vorlegen. Dementsprechend könnte dies auch für europäische Banken für Impulse sorgen. Im Frühhandel tendierten Bankwerte im Minus. BNP Paribas fielen um 0,33 Prozent und BBVA gaben 0,93 Prozent ab.

Zahlen kamen indessen bereits vom deutschen Autozulieferer Continental. Der Konzern macht sich für 2019 auf mehr Ergebnisdruck gefasst. Bereits 2018 ist der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 14 Prozent auf rund 4,1 (2017: 4,7) Mrd. Euro geschrumpft, der Umsatz stagnierte bei 44,4 (44,0) Milliarden. Belastet wurden die Zahlen vom Abschwung der Autokonjunktur. Die Aktien gaben 0,63 Prozent ab.

Insgesamt zeigt sich Deutschlands Autoindustrie angesichts drohender US-Strafzölle besorgt und warnt vor einer Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und Europa. „Die Beseitigung von Importzöllen und größtmögliche Verständigung über Regulierungen wären der richtige Weg. Davon würden beide Seiten profitieren“, sagte Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Branchenverbands VDA, zum Auftakt der Autoshow in Detroit.

Deutsche Autoaktien starteten belastet in den Handelstag. Volkswagen verloren 0,75 Prozent, BMW sanken um 0,52 Prozent und Daimler gaben 0,37 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA098 2019-01-14/09:28




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