Letztes Update am Mo, 14.01.2019 09:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Weiter Anspannung in OÖ: Schnee wird immer schwerer



Rosenau/Gosau (APA) - In Oberösterreich hat am Montag in den Bergen weiterhin Lawinenwarnstufe vier gegolten. Es wurde erwartet, dass die Situation angespannt bleibt und die Gefahr erst in einigen Tagen zurückgeht. In den mittleren und tiefen Höhenbereichen spitzte sich die Lage weiter zu, weil der Schnee durch Regen und mildere Temperaturen immer schwerer wurde.

Zahlreiche Verkehrsverbindungen blieben gesperrt, darunter die größeren Passstraßen - Pyhrnpass, Hengstpass und Koppenpass - wegen Lawinengefahr sowie etliche Verkehrsverbindungen im gesamten Bundesland, neben denen schneebedeckte Bäume umzustürzen drohten. Hallstatt und Obertraun waren erneut auf dem Straßenweg abgeschnitten und nur per Zug bzw. Schiff erreichbar. Auch die Straße zwischen den beiden Salzkammergut-Gemeinden (L547) wurde in der Früh wegen Lawinengefahr gesperrt. Gegen Mittag sollten die Lawinenkommissionen die Lage neu bewerten. Gosau blieb weiterhin nur von Salzburg aus erreichbar.

Rund 1.000 Feuerwehrleute standen am Montag im gesamten Bundesland im Einsatz, vor allem um Dächer vom durch den Regen immer schwerer werdenden Schnee zu befreien. Hauptarbeitsgebiete waren Gosau (Bezirk Gmunden) und Rosenau (Bezirk Kirchdorf). Aus den anderen Landesteilen wurden dorthin Feuerwehrleute entsandt um zu helfen.

Das Bundesheer, das am Wochenende bereits mit rund 400 Soldaten in Rosenau am Hengstpass, Edlbach, Ebensee und Gosau Dächer abgeschaufelt hatte, blieb weiterhin in der Region. Am Montag sollte die Assistenzkompanie in Ebensee sogar um rund 70 Mann verstärkt werden. Zudem stand am Plan, Gebäude in Spital am Pyhrn von der Schneelast zu befreien und auf der Wurzeralm ein Jugendheim freizuschaufeln.




Kommentieren