Letztes Update am Mo, 14.01.2019 10:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schwache China-Daten drücken Leitbörsen in Fernost ins Minus



Tokio (APA) - Schwache Exportdaten aus China haben die Leitbörsen in Fernost am Montag belastet. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 368,94 Zähler (minus 1,38 Prozent) auf 26.298,33 Einheiten und der Shanghai Composite verlor 18,06 Punkte oder 0,71 Prozent auf 2.535,77 Punkte.

In Tokio fand heute feiertagsbedingt kein Handel statt. Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich indessen ebenfalls im roten Bereich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 35.822,25 Zählern mit minus 187,59 Punkten oder 0,52 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gab minimale 1,6 Zähler oder 0,03 Prozent auf 5.833,20 Einheiten ab.

Am Ende des Jahres 2018 ist den chinesischen Exporteuren die Luft ausgegangen. Im Dezember schrumpften die Ausfuhren überraschend um 4,4 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Ökonomen waren von einem Wachstum von 3 Prozent ausgegangen. Grund für das schlechtere Abschneiden sei neben dem Handelskonflikt mit den USA die nachlassende globale Nachfrage, hieß es.

Die Importe fielen sogar um 7,6 Prozent niedriger aus. Auch hier war ein Plus erwartet worden. Auf das Gesamtjahr 2018 betrachtet fallen die Zahlen dagegen erfreulicher aus. Hier wuchsen die Ausfuhren im Vergleich zu 2017 um 9,9 Prozent. Die Daten schürten die Sorgen der Anleger, dass der Handelsstreit mit den USA die chinesischen Konjunktur nun stärker belastet, hieß es aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten gab es in der Autobranche Abschläge zu sehen. In Hongkong verloren Geely Automobile 3,06 Prozent und die Titel des Elektroauto-Bauers BYD gaben 6,63 Prozent ab. Auch BAIC Motors sackten um 1,30 Prozent ab.

Im Zuge der schwachen Daten aus China gerieten auch die Ölpreise zum Wochenstart unter Druck. Vor diesem Hintergrund ging es im Hang Seng Index auch für Öltitel bergab. So büßten Petrochina 3,16 Prozent ein und CNOOC sackten mit einem Abschlag von 4,68 Prozent ans Ende des Index ab.




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