Letztes Update am Mo, 14.01.2019 10:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Thaci lobt zwei frühere UCK-Kommandanten



Prishtina (Pristina) (APA) - Der kosovarische Präsident Hashim Thaci hat die Entscheidung von zwei früheren Kommandanten der „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UCK), der Vorladung des Kosovo-Sondergerichtes für Kriegsverbrecher zu folgen, gelobt. Sie würde einmal mehr den „Edelmut und die Gerechtigkeit“ im Kampf des kosovarischen Volkes und der UCK“ beweisen, schrieb Thaci am Sonntagabend auf Facebook.

Man habe gemeinsam viele Schlachten gewonnen, die Freiheit und die Unabhängigkeit des Kosovo erlangt. Gemeinsam und stolz werde man auch weitere Herausforderungen meistern, so Thaci.

Rustem Mustafa, genannt „Remi“, und Sami Lushtaku waren am Sonntag nach Den Haag, wo das Sondergericht seinen Sitz hat, abgereist. Mustafa wird am heutigen Montag, Lushtaku am Mittwoch befragt. Mustafa hatte während des Kosovo-Krieges (1998-99) die UCK in der Region Podujevo kommandiert, Lushtaku war damals Mitglied der sogenannten Drenica-Zelle der UCK. Ein Gericht in Pristina hatte Mustafa 2013 zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe wegen der Misshandlung und Folterung von Gefangenen während des Konflikts verurteilt.

Thaci war während des Kosovo-Krieges politische Anführer der UCK. Das Sondergericht wurde 2015 eingerichtet, um mutmaßliche Verbrechen der UCK strafrechtlich zu verfolgen.

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Mustafa und Lushtaku sind die ersten UCK-Angehörigen, die vom Sondergericht vorgeladen wurden. Laut Medienberichten haben bereits sechs weitere frühere UCK-Angehörige Vorladungen für einen späteren Termin erhalten.




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