Letztes Update am Mo, 14.01.2019 11:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zwist in Rom wegen Pläne zur Legalisierung von Cannabis-Produktion



Rom (APA) - Italiens regierende Fünf-Sterne-Bewegung hat dem Parlament in Rom einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem die Eigenproduktion von Cannabis und dessen Eigenkonsum in Italien legalisiert werden soll. Die Pläne der stärksten italienischen Regierungspartei sorgen für Zwist in Rom, da die verbündete Lega um Innenminister Matteo Salvini dagegen ist.

Das Gesetzesprojekt wurde vom Fünf Sterne-Senator Matteo Mantero eingereicht. Demnach seien 70 Prozent der Italiener mit der Legalisierung von Cannabis nach dem Vorbild anderer Länder wie den Niederlanden, Spanien, Kanada und mehreren US-Staaten einverstanden. Eine Entkriminalisierung dieser weichen Droge sei notwendig, um die Geschäfte der Organisierten Kriminalität zu bekämpfen, meinte Mantero. Derzeit werde Cannabis von Drogendealern mit anderen Substanzen gemischt, was sich negativ auf die Gesundheit der Konsumenten auswirke.

Die Lega stemmt sich hartnäckig gegen jegliche Form der Legalisierung weicher Drogen. „Das Gesetz zur Cannabis-Legalisierung wird im Parlament nie durchgehen, das Thema ist nicht im Koalitionsvertrag enthalten“, sagte Innenminister Matteo Salvini am Montag.

2017 ist der Vertrieb von „Cannabis Light“ in Italien legalisiert worden. Geschäfte, die Produkte wie Cannabis-Blüten, Extrakte und Öle anbieten, sind seitdem im ganzen Land entstanden. Experten warnen vor ihren gesundheitsschädlichen Auswirkungen.




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