Letztes Update am Mo, 14.01.2019 11:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Keine Auswirkungen durch Stufe 5 auf Innsbruck



Innsbruck (APA) - Die am Montag auch bei Innsbruck ausgegebene höchste Lawinenwarnstufe hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Landeshauptstadt. Dies teilte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand für allgemeine Sicherheit, bei einer Pressekonferenz mit. Die Sicherheitsanweisungen für Gebäude in der roten bzw. gelben Lawinengefahrenzone würden zunächst aus Sicherheitsgründen jedoch aufrecht bleiben.

Evakuierungen seien nach derzeitigem Stand aber nicht notwendig. „Die Sperrbauwerke und Auffangbecken in den niederen Lagen sind nach wie vor leer, weil bis jetzt keine großen Lawinen abgegangen sind“, erklärte Rizzoli. Deshalb bestehe, obwohl wieder rund ein Meter Neuschnee auf der Nordkette gefallen ist, für den Siedlungsbereich keine Gefahr. Derzeit würden rund sieben Meter Schnee auf der Nordkette liegen.

Etwas Sorge bereitete dem Amtsvorstand jedoch eine „Schwimmschneeschicht“, die sich nun zwischen der Schneeschicht von vergangener Woche und dem Neuschnee befinde. „Da ist jetzt eine gefährliche Schicht in der Schneedecke und dadurch ist auch eine Selbstauslösung von großen Lawinen möglich“, so Rizzoli. Deshalb würde man heute, Montag, auch keine Lawinensprengungen auf der Nordkette vornehmen.

Ein zweites Problem, nämlich jenes der Gefahr von umfallenden Bäumen aufgrund der hohen Schneelast, habe sich hingegen in der Nacht von selbst gelöst. „Es hat sehr weit hinauf geregnet und dieser Regen hat den Schnee quasi von den Bäumen gewaschen“, meinte Rizzoli.

Mit einer Entspannung der Situation rechnete Rizzoli für Dienstag oder Mittwoch. Die Gefahr könne sich sehr rasch wieder legen und auch das Skigebiet auf der Nordkette könnte möglicherweise schon bald wieder geöffnet werden. Die Gefahr im freien Skiraum werde jedoch noch länger bestehen bleiben, prognostizierte der Amtsvorstand.

Im Frühjahr könnte sich dann jedoch ein neues Gefahrenpotenzial ergeben, nämlich jenes der Grundlawinen. „Und im Frühling ist es deutlich schwieriger die Leute zu warnen, weil viele bei bereits warmen Temperaturen und Sonnenschein die Hinweisschilder für Lawinengefahr nicht mehr ernst nehmen“, warnte Rizzoli.

Auch laut Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) bestand keine Gefahr für die Landeshauptstadt. „Wir leben nun einmal in den Bergen und wir sind vertraut mit Schnee“, meinte der Bürgermeister, der sich bei allen Einsatzkräften und bei den Mitgliedern der Lawinenkommission für ihre Arbeit in den vergangenen Tage bedankte.




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