Letztes Update am Mo, 14.01.2019 12:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Messerattacke in Tirol: Tatverdächtiger bleibt in Untersuchungshaft



Innsbruck (APA) - Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 21-jährigen Vorarlberger in der Nacht auf den 25. November in der Innsbrucker „Bogenmeile“ ist die Untersuchungshaft über den tatverdächtigen 24-jährigen Afghanen am Montag erneut verlängert worden. Die nächste Haftverhandlung findet am 14. März statt, sagte der Sprecher des Innsbrucker Landesgerichts, Andreas Stutter, der APA.

Somit besteht weiter ein dringender Tatverdacht gegen den Mann. Der Afghane stritt bisher jeglichen Zusammenhang mit der Tat ab. Laut Staatsanwaltschaft ist auf Videoaufzeichnungen aber erkennbar, dass es sich bei dem Täter sehr wahrscheinlich um den 24-Jährigen handle.

Der 21-Jährige war durch einen einzigen Stich in den Hals getötet worden. Die genauen Hintergründe der Tat waren vorerst unklar.

Der Vorarlberger war am 24. November gemeinsam mit acht Bekannten mit einem Zug gegen 22.00 Uhr in Innsbruck angekommen. Gegen 0.30 Uhr ging die Gruppe in ein Lokal in der „Bogenmeile“. Dieses verließen sie rund 45 Minuten später wieder. Danach wurde die Gruppe von einem Mann bis zur Kreuzung Ing. Etzel-Straße/Museumstraße verfolgt. Dort griff dieser laut Polizei vollkommen unvermittelt und überraschend den 21-Jährigen, der als letzter in der Gruppe ging, von hinten an.

Der junge Mann wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in die Innsbrucker Klinik eingeliefert. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät, er erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

Der Täter flüchtete unmittelbar nach der Attacke zu Fuß. Im Zuge einer Alarmfahndung nahm die Exekutive zwei Afghanen fest. Einer von ihnen, ein 20-Jähriger, wurde schließlich wieder auf freien Fuß gesetzt, der 24-Jährige hingegen blieb bis heute in Haft.




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