Letztes Update am Mo, 14.01.2019 12:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen mittags einheitlich in der Verlustzone



Frankfurt am Main (APA) - Unsicherheit vor der morgigen Brexit-Abstimmung und schwache Exportdaten aus China haben am Montag auf den Börsen in Europa gelastet. Der Euro-Stoxx-50 fiel gegen 12.00 Uhr um 29,22 Einheiten oder 0,95 Prozent auf 3.040,82 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 10.805,35 Punkten und minus 82,11 Einheiten oder 0,75 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 65,32 Zähler oder 0,94 Prozent und steht nun bei 6.852,86 Stellen.

„Die Verunsicherung über den Brexit wird noch eine ganze Woche andauern“, sagte Chefstratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Denn im Fall einer Ablehnung des Abkommens seitens des britischen Unterhauses müsse die Regierung May binnen drei Tagen einen Plan B vorlegen und stehe mithin „enorm unter Zeitdruck“.

Neben dem Brexit sorgten sich die Anleger vor allem um die chinesische Konjunktur. Am Ende des Jahres 2018 ist den chinesischen Exporteuren die Luft ausgegangen. Im Dezember schrumpften die Ausfuhren überraschend um 4,4 Prozent zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Ökonomen waren von einem Wachstum von 3 Prozent ausgegangen. Grund für das schlechtere Abschneiden sei neben dem Handelskonflikt mit den USA die nachlassende globale Nachfrage, hieß es.

Vor diesem Hintergrund büßten die Aktien von Luxusgüterkonzernen, für die der Absatz am chinesischen Markt besonders wichtig ist, deutlich Terrain ein. Am Ende des Euro-Stoxx-50 verloren LVMH 3,02 Prozent. Kering gaben 2,17 Prozent ab. In Zürich fielen die Papiere des Uhrenherstellers Richemont 2,01 Prozent.

Auch die Ölpreise zeigten sich von den schwachen chinesischen Außenhandelsdaten belastet und zogen Öltitel damit ins Minus. Total sanken um 0,89 Prozent. In London notierten BP (minus 1,06 Prozent) und Royal Dutch Shell (B-Aktien minus 1,30 Prozent) klar im roten Bereich.

Wichtige Konjunkturdaten aus Europa und den USA bleiben heute dagegen Mangelware. Die Anleger konzentrieren sich daher weiter auf den Handelsstreit zwischen den USA und China sowie auf die teilweise geschlossenen US-Behörden (Government Shutdown).

Zudem startet in den USA die Berichtssaison. So wird heute die Großbank Citigroup ihre Zahlen vorlegen. Dementsprechend könnte dies auch für europäische Banken für Impulse sorgen. Im Frühhandel tendierten Bankwerte im Minus. Intesa Sanpaolo fielen um 2,11 Prozent und Banco Santander gaben 1,65 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA225 2019-01-14/12:10




Kommentieren