Letztes Update am Mo, 14.01.2019 12:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Warnstreiks beim deutschen Kraftwerksbetreiber Uniper



Düsseldorf (APA/dpa) - Im Tarifkonflikt beim deutschen Kraftwerksbetreiber Uniper haben die Gewerkschaften Verdi und IG BCE zu Warnstreiks aufgerufen. Die rund 5.000 Beschäftigten des Konzerns sollen verteilt auf zwei Tage die Arbeit niederlegen.

Am Dienstag sollen die Beschäftigten in der Uniper-Zentrale in Düsseldorf und die Lehrlinge streiken, am Mittwoch die Mitarbeiter der Uniper-Kraftwerke, wie beide Gewerkschaften am Montag mitteilten.

Verdi und die IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordern, die Vergütungen um 6,8 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten anzuheben. Uniper habe bisher lediglich eine Erhöhung in zwei Stufen um 1,8 Prozent und 2,3 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten.

Uniper gehört zu den größten deutschen Stromproduzenten und betreibt bundesweit Kohle-, Gas und Wasserkraftwerke. Laut IG BCE sind Einschränkungen der Energieversorgung für die Deutsche Bahn und mehrere Industrieparks nicht ausgeschlossen. Die Gewerkschaften streben aber eine Notdienstvereinbarung an.

Die Gewerkschaften bezeichneten das Angebot als „unzumutbar“. Die Arbeitgeber provozierten damit das Scheitern der Verhandlungen. Wenn es in der dritten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstag keine Einigung gebe, „sind unbefristete Streiks dann auch nicht mehr ausgeschlossen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Immo Schlepper.

~ ISIN DE000UNSE018 WEB https://www.uniper.energy ~ APA263 2019-01-14/12:53




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