Letztes Update am Mo, 14.01.2019 14:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - 200 Feuerwehreinsätze am Wochenende in Vorarlberg



Bregenz (APA) - Die Wetter- und Lawinensituation in Vorarlberg hat am Wochenende rund 200 Feuerwehreinsätze mit etwa 3.000 beteiligten Einsatzkräften notwendig gemacht. Unter anderem mussten Dächer abgeschaufelt und umgestürzte Bäume von Straßen entfernt werden, zogen am Montag Landeshauptmann Markus Wallner und Sicherheitslandesrat Christian Gantner (beide ÖVP) Bilanz. Die Straßensperren hätten sich bewährt.

Innerhalb von 48 Stunden fielen in Vorarlberg bis zu 120 Zentimeter Neuschnee, bis Dienstag sollten im Bergland weitere 30 Zentimeter dazukommen. Der stürmische Wind sorge weiterhin für eine angespannte Lage in den Bergen, sagte Lawinenexperte Andreas Pecl.

Von der Umwelt abgeschnittene Ortschaften gab es einige, unter anderen waren die Arlberg-Orte Lech, Zürs und Stuben nicht erreichbar. Mehrere Straßensperren sollten bis mindestens Dienstag aufrecht bleiben. Es habe einige Lawinenabgänge auf gesperrte Verbindungen gegeben, etwa auf die Faschina- und die Laternserstraße, so Wallner. Das Fahrverbot auf diesen Straßen habe sich demnach „als richtig erwiesen“.

Vom Schnee in Trab gehalten wurden die Feuerwehren des Landes, die am Wochenende rund 200 Einsätze verzeichneten. Aufgrund einer zu hohen Schneelast galt es in sechs höher gelegenen Gemeinden Dächer abzuschaufeln, in vier weiteren Kommunen drang bei Dauerregen Wasser in Keller ein. Zudem mussten umgestürzte Bäume beseitigt werden. Der Lawineneinsatzzug des Bundesheers blieb ebenso in Bereitschaft wie der Bundesheerhubschrauber.

Auch nach der vorhergesagten Wetterberuhigung am Dienstag sei vor Freizeitaktivitäten im freien Gelände zu warnen, betonte Wallner. Diese seien unmöglich. Auch der Wald sei wegen herabbrechender Äste zu meiden. Die Forstabteilung des Landes schätze den Schaden in den Wäldern auf rund 5.000 Festmeter, sagte der Landeshauptmann.




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