Letztes Update am Mo, 14.01.2019 15:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Haradinaj knüpft Zollaufhebung an internationale Garantien



Prishtina (Pristina) (APA) - Kosovos Premier Ramush Haradinaj hat am heutigen Montag die Aufhebung von drastischen Zöllen für Ware aus Serbien an internationale Garantien hinsichtlich der Anerkennung seines Landes durch Belgrad geknüpft. Bis es solche Garantien gebe, würden die Zölle in Kraft bleiben, versicherte Haradinaj laut Medienberichten in Prishtina.

Er sei zutiefst davon überzeugt, dass es möglich sei, mit Serbien eine rechtsverbindliche Vereinbarung zu erreichen, die zu einer Anerkennung führen werde, schrieb Haradinaj in einem Facebook-Posting.

Kosovo hatte am 21. November die Zölle für Ware aus Serbien und Bosnien-Herzegowina um 100 Prozent erhöht. Kosovos Premier hat sich mehrmaligen Aufforderungen der Europäischen Union, die Zölle abzuschaffen, widersetzt. Der serbische Staatschef Aleksandar Vucic sieht andererseits keine Möglichkeit für die Fortsetzung des EU-initiierten Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina, solange die drastischen Zölle in Kraft sind.

Nach Amtsangaben waren die serbischen Exporte in den Kosovo innerhalb des ersten Monats der neuen Zollvorschriften um 35 Millionen Euro eingebrochen. Nach Angaben des regionalen Freihandelsabkommens CEFTA belief sich der serbische Export in den Kosovo 2017 auf 439,5 Millionen Euro, während Serbien lediglich für 48,2 Millionen Euro aus seiner früheren Provinz einführte.




Kommentieren