Letztes Update am Mo, 14.01.2019 15:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Energie Burgenland steigerte Jahresgewinn um 2,1 Mio. Euro



Eisenstadt (APA) - Trotz eines rückläufigen Umsatzes (von 320,4 auf 318,2 Mio. Euro) sei das Geschäftsjahr 2017/2018 für die Energie Burgenland positiv verlaufen, hat Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits am Montag in Eisenstadt Bilanz gezogen. Das Unternehmen steigerte den Jahresgewinn von 20,6 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro. Rückläufig - von 30,8 auf 26 Mio. Euro - war auch das Betriebsergebnis.

Zu den Gründen für den Rückgang zählte Gerbavsits das „deutlich geringere Windaufkommen“ sowie den milden Winter und damit verbunden weniger Ökostrom-Erlöse und einen geringeren Erdgas-Absatz. Zudem sei der Gehaltsabschluss nach dem KV mit drei Prozent sehr hoch ausgefallen, was ebenso wie die Veröffentlichung der neuen Sterbetafeln zu einer Anpassung der langfristigen Personalrückstellung geführt habe. Man hätte bezüglich der Auswirkungen im Ausmaß von 1,6 Mio. Euro die Möglichkeit gehabt, diese Summe auf fünf Jahre zu verteilen, habe jedoch im Hinblick auf das gute Jahresergebnis nicht davon Gebrauch gemacht.

Positiv ausgewirkt hätten sich zusätzliche verkaufte Strommengen sowie steigende Beträge aus dem Energiedienstleistungsgeschäft ebenso wie eine Versicherungszahlung für ein abgebranntes Windrad in Gols, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Als ein „Highlight“ des Geschäftsjahres bezeichnete Gerbavsits den Abschluss der Vorbereitungsarbeiten für die 3. Phase beim Ausbau der Windkraft. In den kommenden fünf Jahren soll ein Investitionsvolumen von 400 Mio. Euro ausgelöst werden. Im laufenden Geschäftsjahr seien Investitionen im Ausmaß von 110 Mio. Euro vorgesehen.

Derzeit befänden sich 225 Windkraftanlagen in Betrieb. Nach Abschluss der Ausbauphase sollen es rund zehn weniger sein, erläuterte Gerbavsits. Durch Repowering - den Ersatz bestehender Anlagen durch neue, leistungsfähigere - soll jedoch die Gesamtleistung von 522 auf 620 Megawatt steigen.

Beim Umstieg auf die neuen, digitalen Stromzähler seien im Burgenland mit Stand vom 7. Jänner 2019 bereits 106.000 Smart Meter eingebaut gewesen, so Gerbavsits. Damit sei man im Hinblick auf die rund 200.000 Haushalte bereits deutlich über der Hälfte. Bei einem Einbau von rund 50.000 bis 60.000 Geräten pro Jahr werde man den Zählertausch 2020 abschließen.

Etwa 140 Windkraftanlagen der Energie Burgenland werden bezüglich der Vermarktung nicht mehr gefördert. Für sie sowie für 14 Anlagen anderer Betreiber wurde mit der Energiewarte eine eigene Vermarktungsplattform geschaffen, so Vorstandsdirektor Alois Ecker. Dadurch habe man nicht nur einen Gewinn erzielen können, es komme durch neue gesetzliche Regelungen auch zu einer stärkeren Integration der Windenergie in den Strommarkt.

Mit dem ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2018/19 sei er „nicht unzufrieden“, gab Gerbavsits einen kleinen Ausblick. So gebe es ein „sehr gutes“ Windaufkommen. Windkraft sei eine sehr volatile Form der Energieerzeugung: „Wenn es ein schlechtes Windjahr gibt, dann spüren wir das im Ergebnis.“ In der Strategie bis 2025 liegt das Augenmerk bei der Ökostromproduktion stärker beim Ausbau von Photovoltaikanlagen, deren Gesamtleistung derzeit jener von drei Windkraftanlagen entspreche.

~ WEB http://www.energieburgenland.at ~ APA397 2019-01-14/15:27




Kommentieren