Letztes Update am Mo, 14.01.2019 16:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen starten mit schwächerer Tendenz



New York (APA) - Nach den Kursgewinnen der Vorwoche haben die US-Börsen den Handel am Montag wieder mit deutlich schwächeren Notierungen beendet. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China gaben den Sorgen um eine nachlassende weltweite Konjunkturdynamik neue Nahrung.

Gegen 15.50 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index 107,42 Einheiten oder 0,45 Prozent auf 23.888,53 Zähler. Der S&P-500 Index fiel um 15,37 Punkte oder 0,59 Prozent auf 2.580,89 Zähler und der Nasdaq Composite Index sank um 60,00 Punkte oder 0,86 Prozent auf 6.911,48 Einheiten.

Der Zollstreit mit den USA und das langsamere Wirtschaftswachstum hatten den chinesischen Außenhandel im Dezember stark belastet: Die in US-Dollar gemessenen Exporte und noch mehr die Importe gingen deutlich zurück - sie fielen so schwach aus wie seit etwa zwei Jahren nicht mehr. Dazu wurden die Daten für November schwächer ausgewiesen als bisher bekannt.

Auch der anhaltende, teilweise Stillstand der US-Regierungsgeschäfte und neue Vorwürfe gegen Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit Russland sorgten für trübe Stimmung. Es ist der mittlerweile längsten Regierungsstillstand in der Geschichte der USA. Laut Analyst James Hughes vom Broker Axitrader gebe es Schätzungen, dass dieser pro Woche rund 1,2 Mrd. Dollar verschlinge. Damit näherten sich die Kosten der Summe von 5,7 Mrd. Dollar, welche die Demokraten Trump für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko verweigerten und weshalb der US-Präsident den Haushaltsstreit vom Zaun gebrochen hatte.

Unter den Einzelwerten richteten die Anleger ihren Blick auf die Citigroup, die zum Start der Berichtssaison durchwachsene Zahlen vorgelegt hatte. Während die Erträge die Konsensschätzung verfehlten, fiel das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) besser als erwartet aus. Unterm Strich blieben im vierten Quartal 2018 bereinigte Gewinn 4,22 Mrd. US-Dollar und damit um 14 Prozent mehr übrig als in der Vorjahresperiode. Die Papiere zogen im Frühhandel um moderate 0,37 Prozent an.

Im weiteren Wochenverlauf legen auch die Konkurrenten JPMorgan und Goldman Sachs Rechenschaft über ihre Geschäftsentwicklung ab. Die Aktien der beiden Banken notierten im Frühhandel im Minus: JPMorgan verloren 0,62 Prozent und Goldman Sachs gaben 0,76 Prozent ab.

Starke Kursbewegungen verursachte auch eine anstehende Milliardenübernahme in der Bergbaubranche. Newmont Mining aus den USA will mit dem Kauf des kanadischen Konkurrenten Goldcorp zum führenden Goldschürfer der Welt aufsteigen. Laut Newmont soll die Transaktion als Aktiengeschäft plus Barkomponente über die Bühne gehen. Goldcorp-Titel sprangen um 11 Prozent nach oben, während die Aktien von Newmont nahezu fünf Prozent abgaben.

Vor dem Hintergrund der heute gestarteten Automesse in Detroit sind auch Aktien aus der Automobilbranche einen Blick wert. General Motors starteten um 1,32 Prozent höher und Ford stiegen um 1,02 Prozent, während Fiat Chrysler 0,25 Prozent abgaben.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA413 2019-01-14/15:57




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