Letztes Update am Mo, 14.01.2019 16:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Agrarreferenten - Raubtiere und EU-Agrarpolitik Themen in Klagenfurt



Klagenfurt (APA) - Die Agrarreferenten der Bundesländer und Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) haben am Montag in Klagenfurt Umsetzungsschritte für ein „Österreichzentrum Wolf, Luchs, Bär“ beschlossen. Außerdem wurde ein Positionspapier zur Zukunft der EU-Agrarpolitik verabschiedet, in dem ein gleichbleibendes Budget für Landwirtschaft und ländlichen Raum nach 2020 gefordert wird.

„Wir sind damit einen wichtigen Schritt weitergekommen in Richtung eines bundesländerübergreifenden Managements des Großraubwilds“, sagte der Kärntner Landesrat Martin Gruber (ÖVP), welcher nun auch den Vorsitz übernommen hat, laut einer Aussendung des Landespressediensts. Für das Zentrum wurde eine Finanzierung von 320.000 Euro aufgestellt. 120.000 Euro werden für eine Geschäftsstelle in Raumberg-Gumpenstein (Steiermark) veranschlagt, 100.000 Euro für DNA-Analysen und die Begutachtung von Wildschadensfällen sowie 100.000 Euro für Herdenschutz-Projekte. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Bund, den Rest teilen sich die Länder.

In Sachen Gemeinsame Agrarpolitik sicherte Köstinger den Ländervertretern Unterstützung zu. „Kürzungen im EU-Agrarbudget würden nicht nur die Landwirte, sondern den ländlichen Raum, die regionalen Arbeitsplätze und auch den Tourismus gefährden“, heißt es in der Aussendung. Als weitere Themen seiner Vorsitzführung nannte Gruber Risikovorsorge in der Landwirtschaft sowie die Umsetzung eines „Bestbieterprinzips“ in der öffentlichen Beschaffung.




Kommentieren