Letztes Update am Mo, 14.01.2019 17:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Salzburg-Wahlen Stadt: Neun Listen und acht Bürgermeisterkandidaten



Salzburg (APA) - In der Stadt Salzburg werden bei der Gemeinderatswahl am 10. März 2019 aller Voraussicht nach neun Gruppierungen antreten. Nach Ende der heute, 13.00 Uhr, zu Ende gegangenen Einreichfrist müssen die eingebrachten Wahlvorschläge und Unterstützungserklärungen nun noch auf ihre Korrektheit geprüft werden. Um das Amt des Bürgermeisters haben sich acht Kandidaten beworben.

Wieder in den Gemeinderat wollen alle schon bisher im Stadtparlament vertretenen Parteien. Das sind die SPÖ, die ÖVP, die grüne Bürgerliste, die NEOS, die FPÖ und die Liste „Bürger für Salzburg“ (SALZ). Erneut kandidieren werden auch das Wahlbündnis KPÖ Plus, das 2014 den Einzug in den Gemeinderat um nur rund 50 Stimmen verfehlt hat, und „Die Linke“.

Doch nicht nur im linken Lager machen einander zwei Listen die Stimmen streitig. Mit der 2015 vom früheren (und später aus der Partei ausgeschlossenen) FPÖ-Landeschef Karl Schnell gegründeten Freie Partei Salzburg (FPS) tritt in der Stadt im März eine zweite blaue Liste an. Der Rekordwert an antretenden Parteien aus dem Jahr 2014 wird aber dieses Jahr nicht erreicht: Bei den Wahlen vor fünf Jahren kandidierten in der Landeshauptstadt gleich elf Listen.

Um das Amt des Bürgermeisters bewerben sich der amtierende Stadtchef Harald Preuner (ÖVP), Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), die ehemalige grüne Landesrätin Martina Berthold (Bürgerliste), NEOS-Stadtrat Lukas Rößlhuber (laut Information der Pinken mit 25 Jahren der jüngste Spitzenkandidat in der Geschichte der Stadt), FPÖ-Klubobmann Andreas Reindl, Gemeinderat Christoph Ferch (SALZ), Kay-Michael Dankl (KPÖ) und Hadwig Soyoye-Rothschädl (LINKE). Einzig die FPS hat keinen Kandidaten für den Bürgermeisterwahl nominiert.

Die Wahlvorschläge und Unterstützungserklärungen müssen jetzt noch auf ihre Korrektheit geprüft werden. Die endgültige Entscheidung über die Kandidaturen trifft die Gemeinde-Wahlbehörde am 8. Februar. Hier wird auch die Reihung auf dem Stimmzettel festgelegt. Diese hängt vom Wahlergebnis bei vorangegangenen Wahlen bzw. bei neu antretenden Gruppierungen vom Abgabe-Zeitpunkt der Kandidatenliste ab.

Bei der vergangenen Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg am 9. März 2014 kam die SPÖ auf 33,0 Prozent oder 15 Mandate, die ÖVP auf 19,4 Prozent (8 Mandate) und die grüne Bürgerliste auf 13,5 Prozent (6 Mandate). Auf den Plätzen folgten die NEOS und die FPÖ mit jeweils 12,4 Prozent (je fünf Mandate). Die beiden Parteien lagen nur um sechs Stimmen auseinander. Christoph Ferch, der mit seiner Liste SALZ vor fünf Jahren erstmals in den Gemeinderat einzog, kam auf 3,4 Prozent (1 Mandat).




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