Letztes Update am Mo, 14.01.2019 20:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Regulierer kommen Banken bei Regeln zur Kapitalunterlegung entgegen



Frankfurt (APA/Reuters) - Die internationalen Bankenregulierer kommen Geldhäusern bei neuen globalen Kapitalregeln für das Handelsbuch entgegen. Die revidierten Vorschriften zum sogenannten Marktrisiko führten im Vergleich zu bestehenden Regelungen jetzt nur noch im Schnitt zu einem Anstieg der Kapitalanforderungen um rund 22 Prozent, teilte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am Montagabend mit.

Die 2016 vorgestellten neuen Vorschriften hätten in der damaligen Fassung dagegen zu einer Erhöhung um rund 40 Prozent geführt. Das neue Regelwerk soll zum Jahresbeginn 2022 in Kraft treten.

Die Bankenbranche hatte zuletzt kräftig getrommelt, damit die neuen Vorschriften nicht so streng ausfallen als in dem ursprünglichen Plan. Für die meisten Banken ändert sich aber bei der Kapitalunterlegung nicht sehr viel. Stark im Handel engagierte Institute können aber zum Teil stark betroffen sein.

An der Revision der Kapitalunterlegungsregeln für zum Handel gehaltene Wertpapiere wurde lange gefeilt. Die finale Überarbeitung schaffe nun weitere Klarheit bei der Reform der Bankenvorschriften nach der Finanzkrise, erklärte EZB-Chef Mario Draghi, der dem Aufsichtsgremium GHOS des Baseler Ausschusses vorsteht. Das unter dem Stichwort „Basel III“ bekannte Paket war nach der Finanzkrise im Auftrag der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) angeschoben worden. Mit den neuen Vorschriften soll das weltweite Bankensystem krisenfester gemacht werden.




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