Letztes Update am Di, 15.01.2019 08:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - In Obersteiermark Lawinenwarnstufen drei bis vier



Graz/Ramsau am Dachstein/Österreich-weit (APA) - In Teilen der Obersteiermark herrschte Dienstagfrüh laut Warndienst „große“ bzw. „erhebliche“ Lawinengefahr. Ersteres galt für die Nordalpen von Dachstein bis Rax, Schladminger Tauern, Hochschwab und Mariazellerland. Warnstufe drei galt für Seetaler Alpen, Gleinalm, Koralm, Grazer Bergland und die obere Oststeiermark. Bei einer Lawine in Ramsau am Dachstein gab es in der Früh keine Verletzten.

Seit Montagfrüh waren wieder bis zu 80 Zentimeter Neuschnee gefallen, die Schwerpunkte lagen in der Dachsteinregion und den Eisenerzer Alpen. In den Hochlagen, wo es durchwegs schneite, haben sich laut Warndienst weitere frische, störanfällige Triebschneeablagerungen und mächtige Wechten gebildet. In allen Expositionen und aus steilem Gelände konnten sich spontan große Schneebrettlawinen lösen. Dies dürfte auch in der Nacht auf Dienstag in Ramsau am Dachstein der Fall gewesen sein, wo der Ausläufer der sogenannten Eiskarlawine ein Hotel und ein Apartmenthaus teilweise verlegte. Einsatzkräfte suchten den Lawinenkegel ab, zum Glück gab es laut dem Büro von Katastrophenschutzreferent und LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ) keine Verschütteten. Rund 60 Personen wurden in anderen Quartiere gebracht.

Die Wettersituation hatte sich am Dienstag in der Früh leicht gebessert, allerorten herrschte in der Obersteiermark meist leichter Schneefall bei kräftigem Wind. Dieser und auch die Niederschläge sollten bis Mittwoch abflauen, wurde von den Meteorologen prognostiziert.

Neben zahlreichen Straßensperren wurde die Situation durch einen Unfall auf der Ausweichroute der wichtigen Ennstalbundesstraße (B320) erschwert. Diese war wegen Lawinen zwischen Espang und Trautenfels gesperrt. Knapp vor 8.00 Uhr passierte auf der Ausweichstrecke - L734 (Öblarnerstraße) ein Lkw-Unfall. Dadurch war die derzeit einzige Verbindung zwischen Liezen und Schladming wieder massiv betroffen und beeinträchtigt. Eine Sperre hätte laut Feuerwehren massiven Einfluss bei der Verlegung von Einsatzeinheiten von Liezen oder Schladming aus bzw. ebenso auf den in Anfahrt befindlichen Katastrophenhilfsdienst-Zug (KHD) aus Murau.In der Früh trafen KHD-Kräfte aus dem Feuerwehrbereichsverband Graz-Umgebung mit 103 Mann und 19 Fahrzeugen ein und begannen mit Tagesanbruch mit Unterstützung der Feuerwehren im Raum Bad Mitterndorf mit Schneeräumung.




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