Letztes Update am Di, 15.01.2019 10:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Flüge in OÖ zur Erkundung und Lawinensprengung



Linz/Österreich-weit (APA) - Am Dienstag sollte in Oberösterreich Flugwetter herrschen. Beim Landesfeuerwehrkommando rechnete man damit, neun Flüge zur Erkundung und Lawinensprengung durchführen zu können. Insgesamt entspanne sich die Lage, hieß es im APA-Gespräch. Rund 240 Feuerwehrler rückten aus. 450 Soldaten waren im Einsatz, um in den Bezirken Gmunden und Kirchdorf noch viele Dächer vom Schnee zu befreien.

Die Lawinengefahr war in den Vor- und Nordalpen weiterhin groß. Tendenziell gehe sie durch die kommenden milden Temperaturen langsam zurück. Vorsicht sei aber weiter geboten, so der Lawinenprognosebericht des Landes. Die Helfer des Bundesheeres waren am Dienstag wieder mit dem Abschaufeln von Dächern öffentlicher oder im öffentlichen Interesse stehender Gebäude beschäftigt. Sie waren in Edlbach, Spital am Pyhrn, in Windischgarsten und Gosau am Werk. Den Einsatz in Ebensee hoffte man am Dienstag beenden zu können, ebenso jenen beim Landesjugendheim auf der Wurzeralm, hieß es aus dem Militärkommando Oberösterreich. Man werde die bisher gestellten Anforderungen erfüllen, erwarte aber derzeit keine weiteren, schien ein Ende des Schneeschaufelns greifbar. Ein Katastrophenzug der Feuerwehr aus dem Bezirk Braunau mit 136 Mann war in Gosau zur Stelle, rund 100 Kräfte in Rosenau am Hengstpass im Einsatz.

Die SPÖ Oberösterreich fordert in einer Resolution die Bundesregierung auf, einen fünftägigen Sonderurlaub für die freiwilligen Helfer zu beschließen. Einige Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voraus, darunter die Oberösterreichische Versicherung. „Wer helfen will, muss dafür nicht seinen Jahresurlaub verbrauchen“, betonte Generaldirektor Josef Stockinger. Daher gewährt die Oberösterreichische ihren Mitarbeitern, die aktuell etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz sind, zusätzliche Urlaubstage.

Wegen Lawinengefahr waren weiterhin zahlreiche Verkehrsverbindungen gesperrt, darunter die größeren Passstraßen - Pyhrnpass, Hengstpass und Koppenpass - sowie etliche Straßen im gesamten Bundesland, neben denen schneebedeckte Bäume umzustürzen drohten. Hallstatt und Obertraun waren auf dem Straßenweg abgeschnitten und nur per Zug bzw. Schiff erreichbar. Auch die Straße zwischen den beiden Salzkammergut-Gemeinden (L547) blieb weiterhin wegen Lawinengefahr gesperrt. Gosau blieb weiterhin nur von Salzburg aus erreichbar.




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