Letztes Update am Di, 15.01.2019 11:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fiat droht mit Stellenabbau aus Protest gegen Ökosteuer in Italien



Rom (APA) - Fiat Chrysler (FCA) droht mit der Änderung seines Industrieplans, der in den nächsten Jahren Vollbeschäftigung in den italienischen Produktionswerken vorsieht, sollte die Regierung Conte an der umstrittenen Ökosteuer für Luxusautos und SUV festhalten. Die Steuer würde den Verkauf von FCA-Modellen im profitablen höheren Segment schwer beeinträchtigen, warnte FCA-Chef Mike Manley nach Medienangaben.

Die Ökosteuer tritt am 1. März in Kraft. Sie wurde vom italienischen Parlament mit dem Haushaltsplan 2019 verabschiedet. Damit verbunden ist ein Bonus von bis zu 6.000 Euro für den Erwerb von Fahrzeugen mit niedrigen C02-Emissionen, sowie von Hybrid-Autos oder elektrischen Pkw. Außerdem soll die Zahl der Ladestationen für elektrische Autos in Italien wachsen.

Fiat Chrysler plant in Italien im Zeitraum von 2019 bis 2021 die Produktion und die Neugestaltung von insgesamt 13 Modellen. Dabei soll vor allem auf Elektro- und Hybrid-Technologie gesetzt werden. Fünf Milliarden Euro sollen bis 2021 in neue Modelle investiert werden, hatte der Konzern bei der Vorstellung des neuen Entwicklungsplans im November mitgeteilt.

Sollten wegen der Ökosteuer weniger Luxusautos verkauft werden, könnte FCA seine Pläne für Italien ändern. Nach drei positiven Jahren bremst sich der italienische Automarkt ein. 2018 wurden 1,91 Millionen Zulassungen gemeldet, im Jahr davor waren es 1,971 Millionen, was einem Rückgang von 3,1 Prozent entspricht. Der italienische Automarkt wurde unter anderem von der Einführung neuer europäischer Emissionsstandards belastet. Auch Sorgen um ein niedriges Wirtschaftswachstum führten zur Zurückhaltung der Italiener beim Erwerb neuer Autos.

~ ISIN NL0010877643 WEB http://www.fiatchryslerautomobiles.com/ ~ APA183 2019-01-15/11:06




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