Letztes Update am Di, 15.01.2019 12:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zielfahnder nahmen 2018 zehn international gesuchte Verdächtige fest



Wien (APA) - Die Zielfahndungseinheit des Bundeskriminalamts (BK) hat 2018 zehn mit internationalem Haftbefehl gesuchte Straftäter festgenommen. Sieben Fahndungserfolge spielten sich im Ausland ab, hieß es in der Jahresbilanz. Darunter waren spektakuläre Fälle wie die Festnahme eines Betrügers, der ein Opfer um 700.000 Euro betrogen haben soll und sich nach Mexiko abgesetzt hatte.

Weitere zwei Gesuchte hielten sich in Deutschland auf, zwei in Spanien und jeweils ein Verdächtiger in Frankreich und Äthiopien. In Österreich wurden drei Personen festgenommen. Die Bandbreite an Delikten reichte von schwerem Betrug über Erpressung bis zu Einbruchsdiebstahl. Schlagzeilen machte u.a. der Fall eines Ex-Marines, dem im Bundesstaat Wisconsin sexuelle Delikte an Frauen vorgeworfen wurden sowie Kidnapping und Kinderpornografie. Die US-Strafverfolgungsbehörden führten den Mann auf ihrer „Most Wanted“-Liste. Er wurde dann in der Wiener Innenstadt verhaftet und an die USA überstellt.

Seit der Gründung im Jahr 2003 wurden von den Fahndern 224 „Zielpersonen“ festgenommen. Neben dem Ausforschen und Festnehmen von international gesuchten Straftätern sind sie auch für Rückführungen von Häftlingen nach Österreich und die Durchführung von in- und ausländischen Amtshilfeersuchen zuständig.




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