Letztes Update am Di, 15.01.2019 12:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Waffenverbotszonen - In Linz sieht man keinen Bedarf



Linz (APA) - Ein generelles Waffenverbot ist in Linz derzeit kein Thema: Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) sieht in der oberösterreichischen Landeshauptstadt keinen Bedarf dafür. Bei der Polizei hält man das seit Jahreswechsel geltende Waffenverbot für Drittstaatsangehörige für ausreichend.

Mit 1. Dezember des Vorjahres hatte die Polizei den als Kriminalitäts-Hotspot bekannten Hinsenkampplatz zu einer Waffenverbotszone erklärt. Schuss-, Hieb- sowie Stichwaffen und sogar Taschenmesser sind dort nicht gestattet. Ausnahmen gibt es für Einsatzkräfte und Personen mit waffenrechtlicher Bewilligung. Bei Zuwiderhandeln drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 500 Euro. Die Maßnahme wurde vorerst auf drei Monate befristet erlassen und kann dann von der Exekutive immer wieder verlängert werden. Bisher wurde in dem Areal laut Polizei noch kein einziger Verstoß registriert.

Ein von Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) angeregtes Waffenverbot am Hauptbahnhof wird geprüft, derzeit sieht die Polizei dort aber offenbar keinen allzu dringlichen Bedarf. Dies meint auch der Bürgermeister. Dennoch sei er für eine Diskussion offen, „persönlich kann ich dem schon was abgewinnen, dass man das Tragen von Waffen im öffentlichen Bereich verbietet“. Er sehe in Österreich eigentlich keine Notwendigkeit, dass sich Private bewaffnen, so Luger.

Polizeisprecher David Furtner verwies darauf, dass es derzeit rechtlich nicht möglich sei, eine Waffenverbotszone über die gesamte Stadt zu erlassen. Das momentan geltende Gesetz erlaube diese Maßnahme nur zeitlich und örtlich begrenzt. Davon abgesehen „stellt sich aber auch die Sinnfrage“. Denn seit Jahresbeginn dürfen Drittstaatsangehörige bundesweit keine Waffen im öffentlichen Raum mehr tragen, was die Polizei für wichtig und ausreichend halte.




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