Letztes Update am Di, 15.01.2019 12:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Italienischer Staat denkt an Ausstieg von Monte Paschi - Medien



Rom/Siena (APA) - Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) der italienischen Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS) ein Warnschreiben geschickt hat und dabei auf Schwächen des Geldhauses bei der Kapitalausstattung und der Profitabilität sowie auf die geringen Rückstellungen für faule Kredite hingewiesen hat, drückt die Regierung in Rom auf das Gaspedal, um einen Partner für das Kreditinstitut zu finden.

Laut der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ könnte der Staat in etwa drei Monaten aus der Bank aussteigen. Als mögliche Partner für eine Fusion kommen laut dem Blatt BPM, UBI und BPER infrage. „In zwei oder drei Monaten werden wir wohl Beschlüsse über den Ausstieg aus der MPS ergreifen“, sagte der italienische Staatssekretär Giancarlo Giorgetti.

MPS war 2016 nach einer gescheiterten Kapitalerhöhung mit 6,9 Milliarden Euro vom italienischen Staat gerettet worden, der seitdem den Mehrheitsanteil mit 68,5 Prozent hält. 5,4 Milliarden Euro zahlte der Staat, um das Geldhaus zu retten.

MPS-Chef Marco Morelli arbeitet an einem Restrukturierungsplans, der Einsparungen, Reduzierung der Filialen, Kündigungen und vor allem den Abbau der notleidenden Kredite vorsieht. Bis Mitte des Jahres muss der Hauptaktionär in Brüssel einen Plan präsentieren, wie er sich von seinen Anteilen trennen will.

~ WEB https://www.mps.it/Pagine/index.aspx ~ APA256 2019-01-15/12:20




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