Letztes Update am Di, 15.01.2019 12:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Debatte zur Vertrauensfrage im Athener Parlament begonnen



Athen (APA/dpa) - Im griechischen Parlament in Athen hat am Dienstag die zweitägige Debatte zu der von Regierungschef Alexis Tsipras gestellten Vertrauensfrage begonnen. Tsipras hatte sich zu dem Schritt entschlossen, nachdem seine Koalition mit der rechtspopulistischen Partei ANEL wegen des Namensstreits mit Mazedonien zerbrochen war.

Zum Auftakt der Debatte verteidigte der Premier seine Mazedonien-Politik: „Es war eine Gewissensfrage, zu versuchen, das Problem zu überwinden.“

Am Sonntag hatte Verteidigungsminister Panos Kammenos mit seiner Partei der Unabhängigen Griechen (ANEL) die Koalition mit der Regierungspartei SYRIZA aufgekündigt. Der Rechtspopulist will den neuen Namen des Nachbarlands - das sich auf Betreiben Athens von Mazedonien in Nord-Mazedonien umbenannt hat - nicht mittragen, weil eine nordgriechische Provinz Makedonien heißt.

Tsipras fehlen nach Kammenos‘ Rückzug sechs Sitze im 300-köpfigen griechischen Parlament. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es ihm gelingen wird, entsprechend viele Unterstützer zu finden. Auch eine relative Mehrheit würde ihm vorerst reichen, um das Land mit einer Minderheitsregierung weiter zu führen. Mit der Abstimmung zur Vertrauensfrage wird am späten Mittwochabend gerechnet.




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