Letztes Update am Di, 15.01.2019 14:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: DFB-Coach Löw hält nicht viel von Super League



Frankfurt am Main (APA/dpa) - DFB-Cheftrainer Joachim Löw hält nichts von einer möglichen Super League. „Die nationale Liga ist die, die wichtig ist. Und die Super League ist ja eigentlich die Champions League“, sagte der Ex-Austria- und Ex-Tirol-Trainer am Dienstag beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt. Löw bezeichnete die Bundesliga als wichtige Konstante des deutschen Fußballs.

Die Fans wollten „Duelle zwischen Borussia Dortmund und Bayern München oder Eintracht Frankfurt gegen Freiburg oder Stuttgart“ sehen, betonte Löw. Zuvor hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert die internationalen Verbände FIFA und UEFA in seiner Rede vor der Einführung neuer Wettbewerbe gewarnt.

Im Vorjahr war durch Medienberichte publik geworden, dass Spitzenclubs wie Real Madrid oder der FC Bayern die Einführung einer europäischen Super League und die Abspaltung aus nationalen Ligen geplant haben sollen. Die Münchner hatten sich anschließend aber demonstrativ zur Bundesliga bekannt. Europas Spitzenclubs hatten schon mehrfach eine Superliga als Drohkulisse in Verhandlungen über Format und Geldverteilung in der Champions League ins Spiel gebracht.

Die DFL will unterdessen ihre Marketing-Aktivitäten im asiatischen Raum intensivieren und eröffnet eine Repräsentanz in Peking. Damit wolle man der hohen Popularität des Fußballs im bevölkerungsreichsten Land der Erde gerecht werden, Kontakte intensivieren und neue Zielgruppen erreichen, erklärte Seifert.

Die DFL verwies auch auf eine Studie, wonach die Bundesliga bereits zum vierten Mal in Folge die beliebteste europäische Liga in den chinesischen Digitalmedien sei. Seit 2012 hat die DFL eine Dependance in Singapur, seit 2018 in New York.




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