Letztes Update am Di, 15.01.2019 14:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Acht Hubschrauber in Tirol im Einsatz



Innsbruck (APA) - Die Wetterbesserung am Dienstag ist in Tirol für Erkundungsflüge genutzt worden. Acht Hubschrauber arbeiteten rund 40 Anforderungen der Lawinenkommissionen ab, teilte Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale, mit. Durch den Abgang von einigen Großlawinen habe sich die Lage laut Gebhard Walter, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, bereits etwas entspannt.

„Die Schutzbauten haben voll funktioniert und konnten Lawinenereignisse vom Siedlungsraum abhalten“, erklärte Walter. Schäden an Verbauungen waren vorerst nicht bekannt. Auch Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes, sah eine Entspannung der Lage. „Den Höhepunkt dieser kritischen Situation haben wir aktuell überschritten“, merkte er an. Die Lawinengefahr gehe weiter zurück, trotzdem sei sie immer noch groß. Weshalb Mair einmal mehr eindringlich davor warnte, die gesicherten Pisten zu verlassen.

Eine leichte Entspannung zeichnete sich am Dienstagnachmittag auch bei den Straßensperren ab. So waren die Wintersportorte Sölden, Ischgl und Galtür wieder erreichbar. Auch die Sellraintalstraße war wieder befahr. Ebenso für den Verkehr freigegeben werden konnte die Brennerstraße (B182) zwischen Stafflach und Gries am Brenner. Die Gemeinden Obernberg am Brenner, Vals und Schmirn waren dagegen aufgrund von Sicherheitssperren auf dem Straßenweg weiterhin nicht erreichbar.

Die Felbertauernstraße muss voraussichtlich noch bis Mittwoch gesperrt bleiben, hieß es. Auch St. Leonhard im Pitztal, St. Anton am Arlberg, Kühtai und Hochfügen waren nach wie vor abgeschnitten. Ob der Fernpass wieder geöffnet werden kann, soll nach den Erkundungsflügen entschieden werden, teilte das Land mit.




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