Letztes Update am Di, 15.01.2019 14:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer UNO-Sondergesandter Pedersen traf Syriens Außenminister



Damaskus (APA/dpa) - Erstmals seit seinem Amtsantritt hat der neue UNO-Vermittler Geir Pedersen Syrien besucht. Er traf am Dienstag in der Hauptstadt Damaskus mit Außenminister Walid al-Muallim zusammen, wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete. Al-Muallim erklärte demnach, Syrien sei bereit, mit Pedersen zu kooperieren, um dessen Arbeit zu einem Erfolg zu verhelfen.

Ziel sei es, eine politische Lösung für die Krise in Syrien zu finden. Beiden Seiten geht es bei den Gesprächen vor allem darum, sich kennenzulernen. SANA zitierte Pedersen mit den Worten, er sei nach Damaskus gekommen, um sich den Standpunkt der syrischen Regierung anzuhören. Er werde größte Anstrengungen unternehmen, um eine politische Lösung zu finden. Unklar war zunächst, ob der norwegische Diplomat auch Syriens Machthaber Bashar al-Assad treffen wird.

Pedersen hatte das Amt Anfang des Jahres von dem Diplomaten Staffan de Mistura übernommen. Dieser hatte mehr als vier Jahre vergeblich versucht, eine politische Lösung für die seit fast acht Jahren andauernde Krise zu finden. Zuletzt bemühte er sich darum, einen vor einem Jahr beschlossenen Verfassungsausschuss ins Leben zu rufen. Vor allem von Syriens Regierung gibt es dagegen jedoch Widerstand.

Vor de Mistura hatten sich schon Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der algerische Diplomat Lakhdar Brahimi bemüht, als UNO-Gesandte Lösungen des Syrienkonflikts zu finden. Beide traten jedoch zurück, ohne einen Durchbruch erreicht zu haben.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA413 2019-01-15/14:56




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