Letztes Update am Di, 15.01.2019 16:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Griechische Drogenfahnder nahmen Schiff ein Jahr lang auseinander



Athen (APA/dpa) - Griechische Fahnder haben auf Kreta mehr als ein Jahr gebraucht, um auch die vermutlich letzten Drogenverstecke auf einem Schiff von Suchtgiftschmugglern aufzutreiben. Das teilte die Küstenwache des Landes am Dienstag mit.

Die Ermittler hatten bereits im Dezember 2017 frohlockt, mehr als sechs Tonnen Cannabis an Bord des kleinen Schleppers entdeckt zu haben. Allerdings stießen der griechische Zoll und die Küstenwache nach und nach auf immer mehr Hinweise, in welchen Winkeln noch Drogen stecken könnte.

Die Fahnder entdeckten in mühsamer Arbeit in Hohlräumen des Schiffes immer mehr Drogen. Alles in allem wurden seither insgesamt 12,7 Tonnen Cannabis sichergestellt. Es sei die größte Menge Cannabis, die je in Griechenland gefunden worden sei. Der Wert übertreffe 150 Millionen Euro im illegalen Drogenmarkt.

Das beschlagnahmte Schiff liegt seit 2017 im kleinen Hafen von Agia Galini im Süden der Insel Kreta. Zudem wurden 258.000 Amphetamin-Pillen (Captagon) sichergestellt worden. Sechs mutmaßliche Schmuggler, alle Syrer, sitzen in Untersuchungshaft, teilte die Küstenwache weiter mit. Albanien, die griechische Halbinsel Peloponnes und Kreta gelten als die Drehscheiben des Drogenhandels im Mittelmeer.




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