Letztes Update am Di, 15.01.2019 17:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


„Schwarze Witwe“ der Cote d‘Azur zu 14 Jahren Haft verurteilt



Aix-en-Provence (APA/AFP) - Weil sie ihren Liebhabern Gift verabreichte, ist eine als „Schwarze Witwe“ der Cote d‘Azur bekannte Frau zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Die 58-Jährige habe sich das Geld ihrer Opfer erschleichen wollen, urteilte das Berufungsgericht in Aix-en-Provence im Süden Frankreichs am Dienstag. Es entlastete sie aber vom Vorwurf des Mordes.

In erster Instanz war die Frau deshalb in Nizza zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Sie beharrt auf ihrer Unschuld und hatte deshalb den Berufungsprozess angestrengt. Ihre Anwälte plädierten auf einen Freispruch aus Mangel an Beweisen.

Das Gericht sprach die Angeklagte nun schuldig, weil sie zwei Senioren in Kaffee, Schokoladenkuchen oder Salat Valium verabreicht hatte. Sie habe die Männer von ihren Familien ferngehalten und es darauf abgesehen, sich ihr Erbe zu erschleichen, hieß es. Vom Vorwurf des Mordes an zwei weiteren Männern wurde sie aber freigesprochen. In deren Blut waren ebenfalls Valium-Spuren gefunden worden. Die Generalanwältin hatte deshalb 30 Jahre Haft gefordert.




Kommentieren