Letztes Update am Di, 15.01.2019 18:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frauenmorde - SPÖ-Kritik an Einsparung bei Gewaltprävention



Wien (APA) - Die nach der Häufung von Bluttaten von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) am Dienstag angekündigte Einrichtung einer Screening-Gruppe sei ein „erster Schritt“, sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. Zugleich kritisierte sie in einer Aussendung: „Hätte Kickl MARAC nicht eingespart, müsste er jetzt nicht eine neue Kommission einrichten.“

Im Sommer 2017 war bekannt geworden, dass das Innenministerium die Teilnahme der Polizei an den Opferschutz-Fallkonferenzen „Marac“ (Multi-Agency Risk Assessment Conference) gestoppt hat. Bei einer Evaluation des Pilotprojekts sei herausgekommen, dass der erhoffte Nutzen nicht erzielt worden sei, lautete die Begründung des Ressorts.

Statt „dem Abdrehen dieser wichtigen Institution“ hätte Kickel dafür sorgen müssen, „dass Geld und Infrastruktur zur Verfügung stehen und die Fallkonferenzen - wie eigentlich ursprünglich geplant - in allen Bundesländern ausgerollt werden“, betonte Brunner. Als Frauenpolitikerin frage sie sich außerdem, warum die Frauenministerin ihre Aufgabe nicht wahr nehme, so die SPÖ-Politikerin.




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