Letztes Update am Di, 15.01.2019 18:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Winterwetter - Suche nach vermisstem Skifahrer abgebrochen



Lech (APA) - Die Suche nach einem seit einem Lawinenabgang am Samstag vermissten Skifahrer in Lech ist am Dienstagnachmittag ergebnislos abgebrochen worden. Zwar seien von der Besatzung des Polizeihubschraubers aus der Luft Lawinenverschütteten-Suchgeräte und eine „Recco-Sonde“ eingesetzt worden, es seien aber keine Signale empfangen worden. Die Bergrettung konnte noch nicht zum Unglücksort vordringen.

Nach dem Absprengen der Lawinen an den Hängen des Wöstertales versuchten die Suchmannschaften durch den Tiefschnee zur Unglücksstelle zu gelangen, teilte die Polizei mit. Umgestürzte Bäume, meterhoher Schnee und abgesprengte Lawinenkegel hätten jedoch dieses Vorhaben verunmöglicht.

Die Suche nach dem 28-jährigen Tourengeher werde am frühen Mittwochvormittag mit dem 40 Mann starken Lawineneinsatzzug des Bundesheeres und der Alpinpolizei fortgesetzt. Zur Vorbereitung wurden Alpinpolizisten am Bergetau zum Lawinenkegel geflogen, um den Verschüttetenbereich abzugrenzen.

Eine Lawine hatte am Samstag auf der gesperrten Skiroute „Langer Zug“ vier Wintersportler verschüttet. In der Nacht auf Sonntag gelang es den Suchmannschaften drei der Männer im Alter von 57, 32 und 36 Jahren zu orten, sie konnten jedoch nur noch tot geborgen werden. Trotz Airbags lagen sie bis zu drei Meter unter den Schneemassen. Die Suche nach dem 28-jährigen vierten Tourengeher musste gegen 1.30 Uhr wegen des schlechten Wetters abgebrochen werden und konnte auch am Montag wegen anhaltender Schneefälle nicht fortgesetzt werden.




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