Letztes Update am Di, 15.01.2019 18:35

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach einem schwungvollen Start am Dienstag hat der DAX am Ende nur einen kleinen Teil seiner Gewinne retten können. Zu verdanken hat er den zum Handelsschluss verbliebenen Aufschlag von 0,33 Prozent auf 10.891,79 Punkte vor allem der Wall Street.

In der Früh hatte die Aussicht auf Steuersenkungen in China den DAX wieder bis fast an die runde Marke von 11.000 Punkten geführt. Dort liegt allerdings eine wichtige charttechnische Hürde. Diese, zusammen mit der am Abend anstehenden Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament, hatte zeitweise wieder Verluste ausgelöst. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDAX rückte am Dienstag um 0,29 Prozent auf 22.637,99 Punkte vor.

Mit Blick auf Großbritannien vermuten Marktbeobachter, dass das zwischen Premierministerin Theresa May und Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen keine Parlamentsmehrheit finden wird. Sollte dies so kommen, drohe eine Verlängerung der Brexit-Krise, erwartet Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. „Die dann andauernde Unsicherheit dürfte die europäischen Börsen zur Wochenmitte wieder entsprechend negativ beeinflussen.“

Unter den Einzelwerten zogen im DAX vor allem die Aktien der Deutschen Post mit einer Berg- und Talfahrt Aufmerksamkeit auf sich. Letztlich büßten die Papiere des Logistikkonzerns 2 Prozent ein. Eine vom 1. April an wahrscheinliche Briefporto-Erhöhung war der Auslöser. Sie hatte zunächst beflügelt, bis dann Details zu der von der Bundesnetzagentur bewilligten Höhe bekannt wurden. Der Erhöhungsspielraum bei Briefen liegt demnach bei etwas unter 5 Prozent. Das Briefporto darf von derzeit 70 Cent daher auf maximal 73,36 Cent steigen. Die Post, die nun ohne zusätzliche Kostensenkungen ihre Unternehmensziele in Gefahr sieht, hatte mit 80 Cent pro Brief gerechnet.

Zweitschwächster DAX-Wert waren die Papiere der Lufthansa mit minus 1,8 Prozent. Eine negative Studie der Deutschen Bank setzte ihnen zu, nachdem sie am Vortag nach Aussagen zur Treibstoffkosten-Entwicklung noch um etwas mehr als ein Prozent zugelegt hatten. Die Deutsche-Bank-Analysten verwiesen als Belastung für den gesamten Transportsektor vor allem auf den konjunkturellen Abschwung, die Zollstreitigkeiten und den Brexit.

Die Deutsche Bank rückte erneut wegen eines Quartalsberichts aus der US-Bankenbranche in den Fokus und legte nach anfänglichen Verlusten um 0,3 Prozent zu. Nach der Citigroup am Vortag gab nun JPMorgan Negatives, aber auch Erfreuliches bekannt. So enttäuschte zwar auch JPMorgan mit der Handelsentwicklung bei Anleihen, Währungen und Rohstoffen im vierten Quartal, meldete zugleich aber auch einen Rekordgewinn.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA579 2019-01-15/18:32




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