Letztes Update am Di, 15.01.2019 19:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen bleiben im Verlauf in der Gewinnzone



New York (APA) - Die US-Börsen haben sich am Dienstag im Handelsverlauf weiter in der Gewinnzone gezeigt. Gegen 19.00 Uhr notierte der Dow Jones um 134,46 Zähler oder 0,56 Prozent höher bei 24.044,30 Punkten. Der S&P-500 Index lag 24,32 Punkte oder 0,94 Prozent im Plus bei 2.606,93 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gewann 106,15 Zähler oder 1,54 Prozent auf 7.012,06 Einheiten.

Unterstützung kam von der Aussicht auf Firmensteuersenkungen in China. Bereits an den Börsen in Asien hatte dies für klaren Auftrieb gesorgt. Daneben wird vor allem die heute Abend anstehende Brexit-Abstimmung mit Spannung mitverfolgt. Ein Nein des britischen Unterhauses zum ungeliebten Brexit-Abkommens gilt derzeit als sicher, unsicher ist jedoch, wie es dann weitergeht.

Neue US-Konjunkturdaten hatten in indessen keinen erkennbaren Einfluss auf die Notierungen. Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Jänner spürbar verschlechtert. Der Empire-State-Index fiel von revidierten 11,5 Punkten im Vormonat auf 3,9 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Mai 2017. Analysten hatten im Schnitt mit einer deutlich geringen Eintrübung auf 10,0 Punkte gerechnet.

Der Preisauftrieb auf Ebene der Hersteller hat sich im Dezember nicht verändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise in den USA um 2,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Unterdessen hält der Stillstand im Budgetstreit und damit der teilweise Stillstand der US-Regierungsgeschäfte weiter an.

Für Bewegung bei den Einzelwerten sorgten die jüngsten Geschäftszahlen großer Banken. JPMorgan legten 1,07 Prozent zu. 2018 hat die US-Bank dank guter Geschäfte an den Finanzmärkten, der breiten Aufstellung und niedrigerer Steuern so viel verdient wie nie zuvor. Allerdings hatten Experten mit noch besseren Resultaten gerechnet. Vor allem die Sparte mit dem Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen, auf die Investoren ein besonderes Augenmerk haben, enttäuschte.

Papiere von Wells Fargo verloren dagegen 1,20 Prozent. Das Geldhaus konnte seinen Gewinn im vergangenen Jahr nur dank geringerer Kosten steigern. Die Erträge hingegen gingen zurück. Zudem wurden die Erwartungen der Experten verfehlt.

Bei Netflix ging es um klare 6,81 Prozent bergauf. Berichten zufolge will der Streamingdienst die monatlichen Preise für eine Mitgliedschaft um 13 bis 18 Prozent erhöhen, berichtete der Finanznachrichtensender CNBC.

Facebook gab indessen bekannt, in den nächsten drei Jahren lokale Medien im In- und Ausland mit einer Geldspritze von 300 Mio. Dollar unterstützen zu wollen. Diese Investition solle es Redaktionen weltweit ermöglichen, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln und beizubehalten, teilte das Online-Netzwerk mit. Die Aktien zogen um 2,69 Prozent an.

Die Automobilkonzerne Volkswagen und Ford gehen bei Transportern, Pick-ups und womöglich auch bei Elektrofahrzeugen gemeinsame Wege. VW-Chef Herbert Diess und Ford-Boss Jim Hackett bestätigten am Dienstag eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Transportern und mittelgroßen Pick-ups für den globalen Markt ab 2022. Die Aktien von Ford gaben 1,17 Prozent ab.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA590 2019-01-15/19:02




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