Letztes Update am Di, 15.01.2019 22:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen



New York (APA) - Die US-Börsen haben den Handel am Dienstag einheitlich mit Kursgewinnen beendet. Der Dow Jones gewann 155,75 Einheiten oder 0,65 Prozent auf 24.065,59 Zähler.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index stieg 27,69 Punkte (plus 1,07 Prozent) auf 2.610,30 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index legte 117,92 Einheiten oder 1,71 Prozent auf 7.023,83 Zähler zu.

Für Unterstützung sorgte die Aussicht auf Firmensteuersenkungen in China, vor allem konjunktursensible Technologiewerte profitierten davon. So gewannen die Papiere von Microsoft 2,90 Prozent und Cisco Systems zogen um 1,87 Prozent an.

Netflix-Aktien sprangen um 6,52 Prozent nach oben. Für zusätzlichen Auftrieb sorgten Berichte, denen zufolge der Streamingdienst die monatlichen Preise für eine Mitgliedschaft um 13 bis 18 Prozent erhöhen will, berichtete der Finanznachrichtensender CNBC.

Auch Facebook stiegen um 2,45 Prozent. Das Online-Netzwerk will in den nächsten drei Jahren lokale Medien im In- und Ausland mit einer Geldspritze von 300 Mio. Dollar unterstützen. Diese Investition solle es Redaktionen weltweit ermöglichen, nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln und beizubehalten.

In den Fokus rückten außerdem neue Geschäftszahlen aus der Bankenbranche. Dank guter Geschäfte an den Finanzmärkten, der breiten Aufstellung und niedrigerer Steuern hat JPMorgan 2018 so viel verdient wie nie zuvor. Allerdings hatten Experten mit noch besseren Resultaten gerechnet. Vor allem die Sparte mit dem Handel von Anleihen, Währungen und Rohstoffen, auf die Investoren ein besonderes Augenmerk haben, enttäuschte. Die Aktien stiegen dennoch um 0,73 Prozent.

Papiere von Wells Fargo verloren dagegen 1,59 Prozent. Das Geldhaus konnte seinen Gewinn im vergangenen Jahr nur dank geringerer Kosten steigern. Die Erträge hingegen gingen zurück. Zudem wurden die Erwartungen der Experten verfehlt.

Die angekündigte Allianz des US-Autobauers Ford mit dem deutschen Konkurrenten Volkswagen bescherte den Ford-Papieren zum Handelsschluss ein Minus von 1,67 Prozent. Die Zusammenarbeit erstreckt sich zunächst auf die gemeinsame Entwicklung von Transportern und Pick-ups. Beide Unternehmen erwarten den Angaben zufolge ab 2023 operative Ergebnisverbesserungen. Geprüft werde zudem eine mögliche Zusammenarbeit bei Elektromobilität, autonomen Autos und Mobilitätsdiensten.

Dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU heute Abend im britischen Unterhaus mit großer Mehrheit abgelehnt wurde, berührte die US-Börsen dagegen nur wenig. Das britische Parlament stimmte mit 432 zu 202 Stimmen gegen den von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Deal mit der EU. Die oppositionelle Labour-Partei stellte außerdem einen Misstrauensantrag gegen die Regierung von May.

Auch neue US-Konjunkturdaten hatten kaum Einfluss auf die Notierungen. Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Jänner spürbar verschlechtert. Der Empire-State-Index fiel von revidierten 11,5 Punkten im Vormonat auf 3,9 Zähler. Der Preisauftrieb auf Ebene der Hersteller hat sich im Dezember nicht verändert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeugerpreise in den USA um 2,5 Prozent.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA682 2019-01-15/22:31




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