Letztes Update am Mi, 16.01.2019 08:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nordische WM: Touristiker sehen Seefeld schon jetzt als Gewinner



Seefeld (APA) - Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften vom 20. Februar bis zum 3. März 2019 in Seefeld rücken näher - und die Touristiker reiben sich schon jetzt die Hände. „Die Region gehört schon jetzt zu den Gewinnern. Es herrscht Aufbruchsstimmung“, sagte der Geschäftsführer der Olympiaregion Seefeld, Elias Walser, im APA-Gespräch. Die WM will man dazu nützen, das Image als „Premiumregion“ zu verstärken.

Die Olympiaregion Seefeld, auf einem Hochplateau westlich von Innsbruck gelegen, besteht aus fünf Orten: Seefeld, Leutasch, Mösern/Buchen, Reith und Scharnitz. Der Wertschöpfungseffekt werde ein beträchtlicher sein, ebenso der Werbewert des Großevents, zeigte sich Walser überzeugt. Jetzt schon konkrete Erwartungen in Form von Zahlen zu nennen, sei aber nicht seriös, betonte der Geschäftsführer. Die Weltmeisterschaft könne aber in einem Atemzug mit alpinen Großveranstaltungen wie den Heim-Weltmeisterschaften in St. Anton 2011 und Schladming 2013 genannt werden oder auch den Biathlon-Weltmeisterschaften in Hochfilzen 2017.

Die WM biete Seefeld und den umliegenden Orten die große Chance, sich noch mehr als eine der „Top-Langlaufdestinationen der Alpen“ zu präsentieren. „Gleichzeitig geht es aber auch darum, die WM zu nützen, Kontakte zu knüpfen, um Seefeld als qualitativ hochwertiges Ganzjahres-Urlaubsziel, etwa fürs Wandern, Golf oder E-Biken, zu bewerben“, so Walser. Man wolle die Großveranstaltung als „Kommunikationsfenster“ nützen, um ordentlich die Werbetrommel zu rühren. In punkto Zielgruppen strebe man an, Seefeld vor allem Urlaubern aus jenen Ländern, in denen der nordische Skisport besonders populär ist, wie die skandinavischen Länder sowie Polen oder Tschechien, schmackhaft zu machen.

Während der WM selbst werde man zwar einen leichten Rückgang bei den Nächtigungen verzeichnen - schon allein durch die vielen Einzelbelegungen in den Hotels, so Walser, aber: „Unsere Betriebe sehen die langfristige, positive Folgewirkung bzw. den Nutzen“.

Jeder arbeite gemeinsam - vor allem hinsichtlich der Investitionen - auf die WM hin, sei es die Hotellerie oder die nachgelagerten Klein- und Mittelbetriebe: „Alle investieren oder haben investiert. In sämtlichen Orten der Olympiaregion. Die Weltmeisterschaft hat einen Erneuerungsschub gebracht“. Sie sei ein „Verstärker für Investitionen“ gewesen, zeigte sich Walser erfreut. So sei etwa vor allem aufgrund der WM in die Beschneiungsanlage für die Langlaufloipe in Leutasch investiert worden. Auch für den Umfahrungstunnel Scharnitz seien die kommenden Bewerbe ein „Mitauslöser“ gewesen.

40 Prozent der Investitionen seien vom Bund beigesteuert worden, 40 Prozent vom Land Tirol und die restlichen 20 Prozent teilen sich auf die Gemeinde Seefeld sowie auf den Tourismusverband Olympiaregion Seefeld auf. Diese 20 Prozent würden einen „eher niedrigen einstelligen Millionenbetrag“ ausmachen, wie es Walser formulierte.

Nach Großinvestitionen wie dem neuen Bahnhof sowie der Beschneiungsanlage stünden nun noch „temporäre Bauten“ wie Tribünen und Kameratürme an, erklärte der TVB-Geschäftsführer: „Wir sind absolut im Zeitplan. Trotz der derzeitigen Witterungsverhältnisse“.




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